Norderstedt
Ausstellung

So sehen Norderstedter Künstler ein gemaltes Bild

Seit 30 Jahren leitet Gerta Stüdemann eine Ateliergemeinschaft. Die 79-Jährige zeigt auch eigene Werke

Seit 30 Jahren leitet Gerta Stüdemann eine Ateliergemeinschaft. Die 79-Jährige zeigt auch eigene Werke

Foto: Heike Linde-Lembke

Ateliergemeinschaft Gerta Stüdemann zeigt neue Arbeiten in der Rathaus-Galerie

Norderstedt.  „Das gemalte Bild“. Ein merkwürdiger Titel. Nicht für Gerta Stüdemann. Seit 30 Jahren leitet die 79 Jahre alte Malerin und Grafikerin eine Ateliergemeinschaft. Sonnabends treffen sich Malbegeisterte, um sich in Theorie und Praxis mit Formen und Farben, Abstraktion und Gegenständlichkeit, Inhalt und Dekoration auseinanderzusetzen. Manchmal ist dieser Prozess schmerzhaft. So wie es jetzt in der Ausstellung „Das gemalte Bild“ in der Rathaus-Galerie zu sehen ist.

Der Titel „Das gemalte Bild“ ist das äußere Thema. Was ist ein Bild denn auch sonst? Gezeichnet. Empfunden. Gesehen. Ein Prozess. Überwindung, auch einmal krasse Farbe ins Bild zu bringen. Überwindung, über sich selbst im Bild zu erzählen. Für Stüdemann gehört „Das gemalte Bild“ zum Schwierigsten in der Kunst. „Das braucht Erfahrung im Malen und Sehen, viel Zeit und gutes Handwerk“, sagt die Malerin. Zudem müsse man sein Thema erst groß fassen, um es im Entstehungsprozess sukzessive einzukreisen und zum Kern zu gelangen. Die eigenen Empfindungen bewusst ins Bild zu setzen, sei ein schwerer Prozess, der vor allem die Auseinandersetzung mit sich selbst fordere. Einige Malerinnen ließen das zu, andere flüchteten in die Natur.

Zu sehen montags, dienstags, donnerstags und sonntags von 10 bis 12 und 15 bis 18 Uhr, Rathaus-Galerie, Rathaus erster Stock, Rathausallee 50.