Norderstedt
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Gelungenes Kulturfest auf dem Fußballplatz

Flüchtlingshelfer veranstalteten in Norderstedt internationales Nachbarschafts-Turnier

Norderstedt.  Ein Fußballfest unter Nachbarn sollte es werden. Ein spannendes, multikulturelles Turnier ist es geworden, bei dem sich die rund 200 Spieler der 19 international zusammengewürfelten Mannschaften sehr freundschaftlich begegneten. Am Ende waren alle begeistert und kündigten an, das Fußballturnier im nächstes Jahr zu wiederholen.

„Wir wollten hier für ein spielerisches Miteinander der Kulturen in der Stadt sorgen“, sagte Nils Baudisch von der Diakonie. „Flüchtlinge aus den Unterkünften in der Stadt und Nachbarn sollten sich auf Augenhöhe begegnen“, ergänzte Aaron Fuchs von der Caritas. Alle Organisationen, die die etwa 1400 in Norderstedt lebenden Flüchtlinge hauptamtlich betreuen, hatten erstmals zu diesem Event eingeladen. Auch das Willkommens-Team, das inzwischen 200 Helfer in seinen Reihen hat, unterstützte das Turnier. „Das war eine super Zusammenarbeit“, lobte deren Vorsitzende Ilka Bandelow.

TuRa Harksheide wäre 2019 gern wieder Gastgeber

Auch der Sportverein TuRa Harksheide, auf dessen Kunstrasenplätzen die rund 50 Fußballspiele im Zehn-Minuten-Rhythmus ausgetragen wurden, freute sich über seine Gastgeberrolle. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Ablauf dieser Veranstaltung und würden sie nächstes Jahr gerne wiederholen“, sagte TuRa-Vorstandsmitglied Dieter Reiche, der die ganze Zeit dabei war. Auch Pelé Haupt, einer der drei ausgebildeten Schiedsrichter, die für die Einhaltung der Fußballregeln auf den Kleinfeldern sorgten, war vollauf zufrieden. „Das läuft hier alles ganz easy, schiedlich-friedlich, ohne Probleme“, sagte der Schiri. Nur ein Platzverweis musste erteilt werden; und ein Spieler verletzte sich. Die Spieler und gut 150 Zuschauer wurden vom Veranstalter mit Hühnchen und Halal-Fleisch vom Grill sowie Kaffee und Kuchen versorgt.

Der Ausgang des Turniers blieb bis zum Schluss spannend. Am Ende gewann das eingespielte Flüchtlingsteam aus Quickborn knapp im Neunmeterschießen gegen das Fawaz-Team. Die Mannschaft des Norderstedter Jugendbeirats verpasste als beste einheimische Gruppe die Finalspiele. Das war aber Nebensache. Am Ende zählte nur, was Barca Alhajjar (19), der vor zwei Jahren aus Syrien hierher geflüchtet ist, sagte: „Das ist eine so gute Erfahrung, hier mit anderen Kulturen zusammenzukommen.“