Norderstedt
Wakendorf II

Gesucht wird der schnellste Mofa-Fahrer

Das Mofa-Rennen am Sonnabend in Wakendorf II wird wieder Hunderte von Zuschauern anlocken, um die Zweirad-Piloten lautstark zu unterstützen

Das Mofa-Rennen am Sonnabend in Wakendorf II wird wieder Hunderte von Zuschauern anlocken, um die Zweirad-Piloten lautstark zu unterstützen

Foto: Burkhard Fuchs

Der Verein Alstermotoren Wakendorf II lädt für Sonnabend, 11. August, wieder zu einem ungewöhnlichen Wettrennen ein.

Wakendorf II.  Im Automobilrennsport gibt es das „24 Stunden Rennen von Le Mans“ in Frankreich. In der Mofa-Szene haben sich die „111 Minuten von Götzberg“ mittlerweile einen Namen gemacht, die der Verein Alstermotoren Wakendorf II am Sonnabend zum dritten Mal veranstaltet. Auf einer Ackerkoppel an der Ortsgrenze von Henstedt-Ulzburg und Wakendorf II werden dort 25 Mofa-Piloten fast zwei Stunden lang um die Wette fahren.

Eine Wette hatte diese ungewöhnliche Zweirad-Rundfahrt auch vor einigen Jahren ins Leben gerufen. Hauke Pump aus Wilstedt und sein Kumpel Michael Hoffmann aus Wakendorf II wollten unbedingt wissen, wer von ihnen wohl das schnellere Mofa hatte. Sie steckten sich damals noch auf einer abgelegenen Straße eine kleine Strecke ab – am Ende gewann Hoffmann. Daraus entstand die Idee, dieses Rennen zu einer jährlichen Attraktion auf einem abgeernteten Maisfeld auszutragen. „Auf den Titel mit den 111 Minuten sind wir gekommen, weil es sich gut anhört und eine Schnapszahl ist“, erinnert sich Oliver Clausen aus Kaltenkirchen von den Alstermotoren. Die Truppe ist seit Kindheit an so Zweirad-verrückt, dass sie alle zwei Jahre eine Tour durch die Alpen auf Mokicks macht. Gerade sind sie wieder von einer elftägigen Berg- und-Serpentinen-Tour von Österreich nach Italien über 1100 Kilometer und bis zu 2800 Höhenmeter heil, frisch und erholt zurückgekommen.

Für das staubige Mofa-Rennen am Sonnabend aber sei vor allem Durchhaltevermögen bei Mensch und Maschine angesagt, erklärt Kai Schnoor aus Nahe, der das Rennen schon einmal gewinnen konnte. „Knapp zwei Stunden ist schon ein langer Törn. Da muss man den Staub wegschlucken. Am Ende sind sogar die Zähne schwarz.“ Damit es nicht zu sehr staubt, wird der etwa 600 Meter lange Rundkurs auf der Koppel vor dem Start um 18 Uhr ordentlich gewässert.

Bislang hätten 25 Fahrer zugesagt, darunter sind auch drei Mädchen-Teams. Denn anders als die jüngeren männlichen Kollegen dürfen Frauen und Männer über 50 zu zweit antreten und sich so die Tortur auf dem Mofa teilen. „Die Besten schaffen in 111 Minuten mehr als 100 Runden“, sagt Clausen stolz.

Teilnehmen dürfen alle originalen Mofas mit Pedalen, die auch etwas aufgemotzt sein dürfen, was die Maschinen angeht.

Dem Sieger winke wieder ein mit Bier gefüllter Siegerpokal „und der Respekt aller anderen Fahrer“, kündigt Schnoor an. Die Besucher können sich bereits während des Rennens mit Getränken und Würstchen an den Ständen stärken und versorgen. Wer Lust hat mitzufahren, kann sich noch am Renntag anmelden. Um 15.30 Uhr beginnt das „Qualifying“, das über die Startplätze entscheidet.

Mofa-Rennen: „111 Minuten von Götzberg“, Koppel Sandberg/Götzberger Straße zwischen Henstedt-Ulzburg und Wakendorf II, Sonnabend, 11. August, Start: 18 Uhr, Eintritt frei.