Norderstedt
Kreis Segeberg

Gewerkschaft wirbt für Ausbildung in Ernährungsbranche

Kreis Segeberg.  545 Ausbildungsplätze im Kreis Segeberg sind unbesetzt – Anlass für die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) auf die guten Berufschancen in der Lebensmittelbranche hinzuweisen.

„Von der Getränke-Laborantin bis zum Industriekaufmann – die Ernährungswirtschaft bietet ein breites Spek-trum, viele Perspektiven und im späteren Job auch einen überdurchschnittlichen Verdienst“, sagt NGG-Gewerkschaftssekretärin Anne Widder. Die Branche sei in den vergangenen Jahren deutlich attraktiver geworden: „Hinter dem Bier und dem Fruchtjoghurt stecken viel Hightech und Know-how. Eine Fachkraft für Lebensmitteltechnik deckt von der Anlagensteuerung bis zur Produktentwicklung eine breite Palette ab.“ Wie kaum eine andere Branche verändere sich die Ernährungswirtschaft durch die Digitalisierung per Social Media. Hier seien „Digital Natives“ gefragt, die mit dem Smartphone oder Tablet aufgewachsen sind.

Neben Lebensmitteltechnikern suchten Betriebe Mechatroniker- und Informatiker-Nachwuchs. Anne Widder: „Wer sich beim Jobstart für die Ernährungsbranche entscheidet, gehört zu den Besserverdienern.“ So lägen die Vergütungen in der Süßwarenindustrie zwischen 778 Euro im ersten und 1032 Euro im dritten Lehrjahr – und damit höher als zum Beispiel bei einem Kfz-Azubi. In der Brot- und Backwarenindustrie komme ein Geselle nach der Ausbildung auf 3082 Euro pro Monat. Weitere Infos gibt es im Netz unter: www.berufenet.arbeitsagentur.de