Norderstedt
Itzstedt

Badeseen in der Region haben Top-Werte

Der Itzstedter See: Betriebsleiter Johannes Schmidt und Karen Schmidt (DLRG Itzstedt) sind mit der bisherigen Saison sehr zufrieden.

Der Itzstedter See: Betriebsleiter Johannes Schmidt und Karen Schmidt (DLRG Itzstedt) sind mit der bisherigen Saison sehr zufrieden.

Foto: Christopher Herbst

Alle Gewässer werden regelmäßig untersucht. Viele Hamburger fahren zum Baden ins Umland – etwa an den Itzstedter See.

Itzstedt.  Die Anrufe nehmen täglich zu. „Die Leute aus Hamburg rufen hier an und fragen: Können wir bei euch noch baden“, sagt Karen Schmidt von der DLRG in Itzstedt. Ihre Antwort: „Na klar.“ Blaualgen wie in der nahen Hansestadt? Das gibt es in ihrem Freibad nicht. Überhaupt könnte die Wasserqualität kaum besser sein. Am 30. Juli hat das Gesundheitsamt des Kreises im Nichtschwimmerbereich Proben entnommen. Getestet wurden diese auf Kolibakterien (Escherichia coli) und auf intestinale Enterokokken. Wenn die Grenzwerte überschritten werden, liegt die Gefahr von Darmerkrankungen oder Infektionen vor. Maximal dürfen in 100 Milliliter Wasser 1800 Escherichia-Mikroorganismen vorkommen, der Grenzwert für Enterokokken liegt bei 700. Die Ergebnisse für Itzstedt: 65 und „weniger als 10“, also quasi null.

Die Qualität des bis zu acht Meter tiefen Sees hat sich nach einer Phosphatfällung vor drei Jahren, einer Art ökologischen Säuberung, deutlich verbessert. Tote Fische hat es in dieser Saison so gut wie keine gegeben. Hilfreich ist zudem, dass das Gewässer unterirdisch gespeist wird. Die Trockenheit hat jedoch den Pegel um aktuell einen halben Meter sinken lassen – dadurch ist der Strand zwar größer, die Wasserrutsche darf aber nur noch von Kindern im Alter von acht bis zwölf Jahre benutzt werden.

Auch die weiteren Seen im Kreis sowie die Costa Kiesa in Tangstedt sind als unbedenklich eingestuft worden und damit für den Badebetrieb geöffnet.

Infos zur Wasserqualität der Badeseen: www.schleswig-holstein.de – dann nach Stichwort „Badegewässerqualität“ suchen