Norderstedt
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Norderstedter Katenwohnungen als Modell für das ganze Land

Norderstedt. Das Interesse an der sozialen Wohnraumförderung sei in Schleswig-Holstein ungebrochen hoch, sagte Innenminister Hans-Joachim Grote am Mittwoch in Kiel. Seit dem Start der aktuellen Förderperiode seien bis Ende Juni 4046 Wohneinheiten im Mietwohnungsbau gefördert worden. Als Beispiel nannte der ehemalige Oberbürgermeister ein Wohnraumprojekt aus seiner Heimatkommune.

Die evangelisch-lutherische Em-maus-Kirchengemeinde in Norderstedt baut auf ihrem Grundstück an der Kirchenstraße vier Katenwohnungen für ältere Menschen, die sich aufgrund ihrer Altersarmut in Wohnungsnot befinden. Das Land fördert den Neubau eines Wohngebäudes mit vier Ein-Personenwohnungen über ein zinsgünstiges Baudarlehen in Höhe von 324.100 Euro sowie einem Zuschuss in Höhe von etwa 30.000 Euro. Mit dem Bau der Wohnungen wird im Herbst gerechnet.

„Das Ziel für die gesamte Förderperiode 2015 bis 2018 lag bei 4000 geförderten Wohnungen“, sagte Grote. „Dass wir bereits jetzt über dieser Zahl liegen, ist ein starkes Signal.“ Im ersten Halbjahr 2018 sind laut Grote bislang 632 Wohneinheiten gefördert worden. Mehrere geplante Neubauprojekte mit deutlich mehr als 2000 Wohneinheiten seien derzeit in der Förderberatung.

Investoren erhalten durch das Wohnraumförderungsprogramm sehr günstige Darlehen zur Finanzierung von Bauprojekten. Mietpreisgebundene Wohnungen werden zusätzlich mit einem Zuschuss von 250 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche gefördert. Im Gegenzug stellen die Investoren die geförderten Wohnungen zu Mieten zwischen 5,25 Euro und 6,10 Euro pro Quadratmeter zur Verfügung. Landesweit liegt der Durchschnitt bei nicht geförderten Neubauwohnungen bei etwa 9 Euro pro Quadratmeter. Diesen Zuschuss wird es in den kommenden Jahren laut Grote auch weiter geben. Bis 2021 stehen dafür 20 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung.