Norderstedt
Kreis Segeberg

Polizei schnappt Raser in Todesfelder Kurven

Bei Geschwindigkeitskontrollen am vergangenen Sonntag gingen der Polizei zahlreiche Raser ins Netz

Bei Geschwindigkeitskontrollen am vergangenen Sonntag gingen der Polizei zahlreiche Raser ins Netz

Foto: Ronald Wittek / picture alliance / dpa

Motorradfahrer mit 152 Kilometern pro Stunde erwischt. Großkontrolle der Polizei am Sonntag ermittelt 37 Tempoverstöße.

Todesfelde.  Seit Beginn des Frühjahrs zeigt die Segeberger Polizei regelmäßig Präsenz in den beliebtesten Revieren für Motorradfahrer im Kreis Segeberg. Neben den Schmalfelder Kurven insbesondere im Visier: die Todesfelder Kurven, also die Kreisstraße 109. Dort haben Beamten des Autobahn- und Bezirksreviers Bad Segeberg am vergangenen Sonntag ein weiteres Mal Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt.

In der Zeit von 14 bis 18 Uhr wurden rund 250 Fahrzeuge in einem Bereich mit einem Tempolimit von 60 km/h erfasst. 17 Motorradfahrer und 20 Autofahrer überschritten die Höchstgeschwindigkeit dabei so deutlich, dass sie mit einem Bußgeld rechnen müssen – in acht Fällen wird es ein Fahrverbot geben.

Trauriger Rekordhalter: ein 24 Jahre alter Hamburger, dessen Motorrad mit 152 km/h gemessen wurde. Der Führerschein des Rasers wurde von der Polizei sofort beschlagnahmt, dazu erwartet ihn ein Strafverfahren. Der Vorwurf: Er habe an einem verbotenen Rennen teilgenommen. Ebenso deutlich zu schnell unterwegs: ein Porschefahrer (123 km/h) und ein weiterer Motorradfahrer (115 km/h). Laut Polizei sei die Resonanz der Anwohner aus den umliegenden Orten – etwa Stuvenborn – „durchweg positiv“. Demnach hätte die Bevölkerung festgestellt, dass es durch die Schwerpunktkontrollen „deutlich ruhiger“ geworden sei.

Einen Motorradunfall gab es zeitgleich im Nordosten des Kreises auf der Pronstorfer Straße (Landesstraße 69) von Westerrade nach Goldenbek. Eine 50 Jahre alte Bramstedterin hatte dort bei einem Bremsmanöver die Kontrolle über ihre Kawasaki-Maschine verloren und war gestürzt. Sie kam mit leichten Verletzungen in ein Segeberger Krankenhaus.