Norderstedt
NZ-Regional

Högersdorf ist eine Sackgassen-Gemeinde

Eine der ersten urkundlichen Erwähnungen geht auf das Jahr 1139 zurück, als das Segeberger Kloster durch den Wendenfürst Pribislav zerstört wurde. Die Mönche konnten entkommen und bauten im damaligen Hagerstorp ein neues Kloster auf. Der heutige Ortsname Högersdorf bedeutet Dorf im oder am Hain, bzw. Gehölz. Laut einer Sage birgt der Bredenbarg in Högersdorf eine goldene Wiege, die nur dann gehoben werden kann, wenn alle Beteiligten dabei keinerlei Laut von sich geben.

Im Jahr 1906 bestand Högersdorf aus neun Bauernhöfen und acht Häusern sowie Schule, Meierei, Wirtshaus, drei Handwerkern, einem Kaufmann und einem Armenhaus. 1913 wurde die Gemeinde an das Elektrizitätsnetz angeschlossen.

Ende der 80er-Jahre gab es in Högersdorf noch viele Hausbrunnen und Hauskläranlagen, die nicht mehr zeitgemäß waren. Es wurden zwei Wasserwerke gebaut, die noch heute in Betrieb sind.

Das Wappen zeigt zwei gelbschwarze Bienen auf blauem Grund, in der Mitte unterbrochen von einem weißen Dach mit weißem Kreuz. Der Entwurf von der Högersdorfer Künstlerin Nine Winderlich entstand 2006 in Zusammenarbeit mit dem Heraldiker Henning Höppner. Während die Grundfarbe Blau die Trave und die Feuchtbiotope symbolisiert, versinnbildlichen die beiden Bienen die intakte Natur und das fleißige Wirken. Außerdem stehen sie für die beiden Ortsteile Rotenhahn und Högersdorf. Das Kreuz nimmt Bezug auf das ehemalige Kloster, das Dach ist eine bildhafte Umsetzung für das Wohnen und Arbeiten.

Heute leben 434 Menschen in Högersdorf. Die Nähe zu Bad Segeberg hat die Gemeinde für junge Familien zu einem attraktiven Wohnort gemacht. In wenigen Autominuten sind Kindergärten, Schulen, Ärzte und diverse Einkaufsmöglichkeiten zu erreichen. Zudem bietet Högersdorf eine Besonderheit: Als Sackgassen-Gemeinde bleibt der Ort gänzlich vom klassischen Durchgangsverkehr verschont.