Norderstedt
Seth

Simon Herda von der SPD ist neuer Bürgermeister

Seth. Die Gemeinde Seth hat jetzt einen sozialdemokratischen Bürgermeister. Simon Herda (45) erhielt während der konstituierenden Sitzung der Gemeindevertretung neben den vier SPD-Stimmen auch die Unterstützung der Freien Wählergemeinschaft (drei Mandate). Damit übernimmt er das Amt von der bisherigen Bürgermeisterin Maren Storjohann (CDU; sechs Mandate), die künftig Stellvertreterin ist. Herda ist vergleichsweise neu in der Lokalpolitik, im Ortsverein seiner Partei erst seit zweieinhalb Jahren aktiv. Bei der Kommunalwahl 2013 war die SPD noch nicht einmal angetreten. „Da hatten wir Probleme mit dem Nachwuchs“, so Herda. Der selbstständige Landschaftsgärtner – gebürtig aus Wiesbaden – lebt mit seiner Frau, die aus Seth stammt, und den drei Söhnen allerdings schon seit elf Jahren in dem Dorf. „Die Politik habe ich erst nur mit einem halben Blick verfolgt. Irgendwann fing es an, mich zu interessieren, dann bin ich zu den Gemeindevertretungen gegangen.“

Künftig will er in Teilzeit arbeiten und sich der Bürgermeistertätigkeit mit 20 bis 25 Stunden pro Woche widmen. Die größte Herausforderung sieht er darin, Seth wieder lebendiger zu machen. „Es hat sich zu einem Schlafdorf entwickelt. Ich sehe aber Potenzial in dem Ort.“ Es fehlt, das kennen auch andere Gemeinden, an Infrastruktur – ausgenommen eines Bäckers und eines Friseurs. Simon Herda hat sich als ersten Schritt vorgenommen, dass Seth ein Leitbild bekommt und ein Nachhaltigkeitskonzept erhält.