Norderstedt
Bad Segeberg

DRK kündigt dem Kreis und spricht von Affront

Verwaltung kündigt Mietverträge für Wachen – DRK reagiert mit Kündigung des Rettungsdienstes

Bad Segeberg. Als Dienstleister ist das Deutsche Rote Kreuz bisher für den Großteil des Rettungsdienstes im Kreis Segeberg zuständig. Seitdem dieser jedoch den Beitritt zur RKiSH (Rettungsdienstkooperation in Schleswig-Holstein) beschlossen hat, streiten die scheidenden Partner über die Art und Weise der Trennung. Nun hat das DRK den Vertrag zum Jahresende 2018 außerordentlich gekündigt, aufgrund „schwerwiegender Pflichtverletzung“ des Kreises. Die Kreisverwaltung habe die Mietverträge der Rettungswachen in Bad Segeberg, Kaltenkirchen und Henstedt-Ulzburg zum 31. Januar 2019 gekündigt. Und das, obwohl die Verträge zwischen DRK, KBA und dem Kreis eigentlich erst Ende 2019 enden. Die Kündigung des DRK zum 1. Januar 2019 sei die „vernünftigste Lösung“, schreibt DRK-Vorstand Stefan Gerke in einer Mitteilung. Das Verhalten des Kreises nennt er einen Affront, der Kreis würde mit der Sicherheit der Bevölkerung pokern.

Landrat Jan Peter Schröder hingegen sieht sein Handeln im Einklang mit geltendem Recht und begrüßt die Kündigung des DRK zum Jahresende. Damit würden klare Verhältnisse geschaffen. „Da eine einvernehmliche Lösung mit dem DRK nicht zu erreichen war, hat der Kreis alle Vorkehrungen getroffen, um die Sicherstellung des Rettungsdienstes 2019 zu garantieren.“ Und dazu gehöre der Zugriff auf die Wachen. Dass dort auch künftig in der Regel die gleichen Personen tätig sein werden wie bisher, ist klares Ziel. „Jeder Beschäftigte des DRK erhält einen Arbeitsvertrag bei der RKiSH.“ Verhandelt wird noch über die Konditionen für den Übergang der Rettungsmittel, hier hat der Kreis dem Deutschen Roten Kreuz ein Angebot unterbreitet.