Norderstedt
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Kreis Segeberg baut den Rettungsdienst deutlich aus

Drei zusätzliche Fahrzeuge für Kaltenkirchen, Bad Bramstedt und Bad Segeberg geplant

kreis segeberg. Der Kreis Segeberg stockt den Rettungsdienst deutlich auf. Wegen ständig steigender Einsatzzahlen werden ab Sommer dieses Jahres drei neue Rettungswagen zur Verfügung stehen. Sie sollen an den Standorten Bad Segeberg, Bad Bramstedt und Kaltenkirchen stationiert werden. In Norderstedt steht bereits ein weiteres Krankentransportfahrzeug bereit, das für Fahrten außerhalb der Notfallrettung alarmiert werden soll.

„Um die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen, hat der Kreis Segeberg seine Rettungsmittel Ende 2017 von einem Gutachter überprüfen lassen“, teilte die Kreisverwaltung mir. Dabei stellte sich heraus, dass die Zahlen deutlich nach oben gehen. 2013 lag die Zahl der Einsätze bei 44.292, 2016 schon bei 50.668. Die Steigerungsraten betragen bis zu 6,8 Prozent. Zahlen für 2017 liegen noch nicht komplett vor.

Derzeit stehen im Kreis Segeberg 18 Rettungstransportwagen, ein Krankentransportwagen und vier Notarzteinsatzfahrzeuge für den öffentlichen Rettungsdienst in sieben Rettungswachen bereit. Verantwortlich für den Rettungsdienst sind das Rote Kreuz, die Norderstedter Hilfsorganisation KBA sowie der ASG mit einem Rettungswagen für den Raum Bad Bramstedt.

Die neuen Fahrzeuge sollen von der Rettungsdienstkooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH) eingesetzt werden, der der Kreis im Februar beigetreten ist. Die RKiSH soll langfristig den kompletten Rettungsdienst im Kreis Segeberg übernehmen. KBA und Rotes Kreuz haben die Kündigungen erhalten und daraufhin den Kreis Segeberg verklagt. Nächste Instanz ist das Oberverwaltungsgericht, Termine stehen noch nicht fest.

Offen ist auch, wo die neuen Fahrzeuge untergebracht werden sollen. „Die räumlichen Kapazitäten an den derzeitigen Rettungswachen sind erschöpft, sodass dort keine weiteren Fahrzeuge stationiert werden können“, sagt Verwaltungssprecherin Sabrina Müller. Für den Standort Kaltenkirchen habe der Kreis Segeberg bereits ein Grundstück für einen Neubau gekauft. In Bad Segeberg gebe es eine konkrete Option für eine Anmietung, und in Bad Bramstedt laufe derzeit die Suche nach einem Grundstück.