Norderstedt
Kreis Segeberg

Prostituierte nach Überfall außer Lebensgefahr

Ein Streifenwagen der Polizei

Ein Streifenwagen der Polizei

Foto: Carsten Rehder / picture alliance / dpa

Die 32-Jährige war von einem bisher unbekannten Mann überfallen und ausgeraubt worden. Polizei sucht mit Phantombild.

Kreis Segeberg.  Nach einem Überfall an der Bundesstraße 206 befindet sich die 32 Jahre alte Prostituierte nicht mehr in Lebensgefahr. Die Frau wird weiterhin in einem Krankenhaus behandelt. Bislang sind zwölf Hinweise zu der Tat bei der Segeberger Kripo eingegangen. Die Ermittler haben ein Phantombild des Täters veröffentlicht und bitten um Hinweise von Zeugen.

Der Unbekannte hatte die 32-Jährige am Mittwoch, 28. Februar, nachmittags überfallen und beraubt. Die Verletzungen erwiesen sich erst später als lebensbedrohlich. Tatort war ein Waldweg in der Nähe des Parkplatzes bei Bark, auf dem Prostituierte trotz eines behördlichen Verbots täglich ihre Dienste anbieten. Nach der Tat gelang es der Frau, zur Straße zu fliehen. Ein Autofahrer nahm sie mit zur Tankstelle nach Bockhorn. Von dort aus wurden Polizei und Rettungsdienst alarmiert.

Der Täter war mit einem viertürigen dunkelblauen Auto zum Parkplatz an der B 206 gefahren. Möglicherweise handelte es sich um einen Ford. Der Mann ist etwa Ende 20, hat kurze dunkle Haare und blaue Augen. Auffällig ist sein schwarz-weißes Tunnelpiercing im linken Ohr. Der Mann wird als schlank beschrieben. Als die Frau sich wehrte, hat der Täter Kratzer im Gesicht erlitten. Er entkam mit dem Handy und persönlichen Gegenständen der Prostituierten.

Zur Tatzeit soll sich auf dem Parkplatz ein Lastwagen befunden haben, dessen Fahrer als Zeuge infrage kommt.

„Nach wie vor suchen die ermittelnden Beamten zudem nach dem jungen Mann, der die geflüchtete Verletzte nach der Tat an der Straße angetroffen, in seinem Auto mitgenommen und zur Tankstelle nach Bockhorn gefahren hat“, sagte ein Polizeisprecher.

Zeugen, die Hinweise zum Täter, den Lastwagenfahrer oder den jungen Autofahrer geben können, werden gebeten, sich unter Telefon 04551/8840 bei der Kriminalpolizei Bad Segeberg zu melden.