Norderstedt
Kaltenkirchen

Im Jugendhaus wird mit drei Bands gerockt

Sie sorgen für Schwung im Kaltenkirchener Jugendhaus: Peter (hinten, von links), Thorben, Johanna und Lasse sowie Moritz (vorne links) und Silas

Sie sorgen für Schwung im Kaltenkirchener Jugendhaus: Peter (hinten, von links), Thorben, Johanna und Lasse sowie Moritz (vorne links) und Silas

Foto: lus / HA

Initiative Konzi-Crisis lädt für den 17. März zur Stainless Metal Night nach Kaltenkirchen ein. Jugendliche organisieren selbst.

Kaltenkirchen.  In Kaltenkirchen geschieht es eher selten, dass Konzerte für die junge Generation direkt vor der Haustür stattfinden. Und was die Ausgehmöglichkeiten für Jugendliche angeht, da hat die Stadt auch eher wenig zu bieten. Die Macher von Konzi-Crisis wollen das jetzt ändern. Zur Initiative mit dem gewöhnungsbedürftigen Namen, dessen Ursprung selbst den Mitgliedern nicht ganz klar ist, gehören 17 junge Leute zwischen 16 und 22 Jahren. Sie kommen aus Kaltenkirchen, Schmalfeld, Bad Bramstedt und Umgebung und veranstalten einmal im Monat im Jugendhaus am Marschweg ein Konzert. Die Organisatoren, von denen einige selbst in einer Band spielen, treffen sich jeden Dienstag um 18 Uhr im Jugendhaus, um die Events vorzubereiten.

Bei den Konzerten sollen alle Musikrichtungen zum Zuge kommen, jeder kann teilnehmen und auftreten. Auch für Bandproben steht das Jugendhaus zur Verfügung: Es gibt schallgedämpfte Proberäume, damit die Anwohner nicht gestört werden.

Zurzeit ist vor allem viel Metal auf der Jugendhaus-Bühne zu hören, aber auch Reggae wurde schon gespielt. Das nächste Konzert ist für Sonnabend, 17. März, geplant; der Eintritt zur Stainless Metal Night kostet 5 Euro. Von 20 Uhr an werden Cookie Park aus Bad Segeberg (Metal Core), Circus Blind aus Kaltenkirchen (Groove Metal) und Terra Atlantica aus Hamburg und Lübeck (Power Metal) auf der Bühne stehen. Mit ihren bisherigen Veranstaltungen war das Orga-Team erfolgreich. Die Konzerte sind meistens gut besucht; durchschnittlich 60 bis 70 junge Leute kommen, um zu Live-Musik zu tanzen und sich zu amüsieren. Ein Lichttechniker und der Mentor Peter stehen den Jugendlichen bei technischen und organisatorischen Fragen zur Seite.

Musiker können auch das Tonstudio kostenlos nutzen

Die Bands und Solokünstler kommen hauptsächlich aus Kaltenkirchen und Umgebung, so wie die Band Admiral Anti. Sie besteht seit eineinhalb Jahren, die Mitglieder gingen bereits gemeinsam zur Schule, kennen sich seit der fünften Klasse. Die Jungs von Admiral Anti sind Anfang 20, schreiben ihre deutschen Pop-Punk-Songs selber. Immer sonntags proben sie im Jugendhaus.

Ein weiterer Künstler ist Burak Jagger. Er fing während der Schulzeit mit gecoverten Songs an, die er auf Facebook und Youtube hochlud. Seit drei Jahren schreibt der 22-jährige Kaltenkirchener eigene Songs, die eine Mischung aus R&B und Rap sind. Mindestens dreimal pro Woche nutzt er das Tonstudio im Jugendhaus. Dort stehen ihm ein schallgedämpfter Aufnahmeraum, Musikbearbeitungsanlage und Mikro zur Verfügung. „Das Schneiden und Bearbeiten von Songs habe ich mir selbst mit Hilfe von Youtube beigebracht“, sagt er.

Die Kosten für die Anreise der Musiker übernimmt Konzi-Crisis und wird dabei bisher von der Tausendfüßler-Stiftung unterstützt. „Unser Ziel ist es aber, alles mit eigenen Einnahmen zu finanzieren“, sagt Konzi-Crisis-Pressesprecherin Johanna, die noch ein weiteres Ziel nennt, das die Jugendlichen erreichen wollen: Während der Konzerte soll es möglich sein, Bier zu verkaufen. Johanna: „Die Suchtberatungsstelle ATS spricht sich momentan gegen den Verkauf von Bier im Jugendzentrum aus. Doch wir hoffen sehr, dass wir in Zukunft mit unseren Konzertbesuchern auch mal ein Bier trinken können.“

Stainless Metal Night, Sonnabend, 17. März, 20 Uhr, Jugendhaus Kaltenkirchen, Marschweg 14, Eintritt 5 Euro