Norderstedt
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Was in der Nachkriegszeit im „Steertpogg“ stand

Norderstedt.  Walther Dreyer bietet Luxus-Schuhpaste an, Else Franzen aus Wilstedt verleiht Bücher, und ein „15-jähriges Mädel sucht Stellung ohne Melken“. In der „Ecke für die Hausfrau“ gibt es einen Tipp gegen Feuchtigkeit in Schränken, die Gemeinde warnt vor dem Kartoffelkäfer, die Parkhof-Lichtspiele Ochsenzoll zeigen den Film „Glaube an mich“ mit Rudolf Prack, und der Langenharmer Weg wird endlich gebaut.

Im Jahr 1949 ereignete sich das, und es waren damals vor fast 70 Jahren für die kleine Gemeinde Harksheide große Ereignisse. Diese Nachrichten, Anzeigen und amtlichen Bekanntmachungen standen in der Zeitung „Harksheider Nachrichten-Blatt“, das ab der dritten Ausgabe „De Steertpogg“ hieß.

Der Norderstedter Hobby-Historiker Gerd Meincke, Mitglied der Verleger-Familie Meincke, hat den Stehsatz der Jahre 1949 und 1950 der Zeitungen vor dem Einschmelzen gerettet und daraus jetzt das Buch „De Steertpogg 1949/1950“ zusammengestellt.

„Liest man heute in dem „Steertpogg“, so sieht man ein Spiegelbild der damaligen Zeit und bekommt einen besonderen Eindruck davon, welche Probleme die Menschen damals hatten, und wie die Gemeinde damit umging“, schreibt Jürgen Lange in seinem Vorwort. Der ehemalige Norderstedter SPD-Stadtvertreter vermerkt auch, dass die Einwohnerzahl zwischen den Jahren 1939 und 1946 wegen der vielen Flüchtlinge aus dem Osten auf 5534 Einwohner gestiegen ist, aber nicht die Anzahl der Wohnungen.

Das Buch „De Steertpogg“ mit historischen Texten, Anzeigen und Bekanntmachungen,
35 Euro, erhältlich bei Gerd Meincke unter der Telefonnummer 040/526 18 75.