Norderstedt
Henstedt-Ulzburg

Henstedt-Ulzburg erweitert Angebot von E-Ladesäulen

Henstedt-Ulzburg. Die Politiker im Umwelt- und Planungsausschuss der Gemeinde Henstedt-Ulzburg waren sichtlich überrascht: Bürgermeister Stefan Bauer berichtete während der Sitzung am Montagabend fast schon beiläufig von einem erheblichen Ausbau des örtlichen Netzes mit E-Ladestationen. Das Thema hatte die WHU eingebracht, die eigentlich die Verwaltung hatte auffordern wollen, sich mehr um die Infrastruktur für Elektromobilität zu bemühen.

Stefan Bauer listete zahlreiche neue Projekte auf, von denen die Anwesenden zum Teil noch nie gehört hatten. So habe das CCU eine Zusage gegeben für drei Stellplätze – noch in diesem Monat, so der Bürgermeister. Weitere Säulen sind auf dem Gelände von Hesebeck, im Bereich des Toom-Marktes und auf dem Mediamarkt-Parkplatz geplant. Dazu wird im Europagarten am Rathaus eine Ladestation für E-Fahrräder installiert. Ganz neu ist zudem ein Standort auf dem Gelände des Autohauses Achtstätter am Kirchweg. Dort ermöglichte das Projekt „HansE“ des Betreibers HanseWerk (ehemals E.on Hanse) einen Schnelllader, der bereits in Betrieb ist. Das öffentliche Angebot ist zumindest bis September 2018 kostenfrei. Bei den weiteren geplanten Standorten ist die Gebührenfrage noch nicht geklärt. Eine Säule gibt es bereits am Marktplatz – diese ist allerdings laut Verwaltung häufig Ziel von Vandalismus.

In Zukunft sollen weitere Unternehmen animiert werden, sich zu engagieren. „Wir sind in Gesprächen mit dem Kreis, der Wirtschaftsförderung und dem Klimaschutzbeauftragten, um eine Werbekampagne auf den Weg zu bringen“, sagte Bauer.

Gemeindeeigene Flächen sollen hingegen nicht für E-Stationen genutzt werden. Die Förderprogramme etwa des Landes können allerdings auch private Betreiber in Anspruch nehmen. Karin Honerlah (WHU) wies zudem darauf hin, dass bei Bebauungsplänen ebenso Flächen für Ladesäulen berücksichtigt werden sollten.