Norderstedt
NZ-Regional

„Weihnachtsbäume kommen aus Ägypten“

Weihnachten wird in Ägypten am 29. des koptischen Monats Khiakh gefeiert. Das entspricht dem 7. Januar in unserem Kalender. Seit 2002 ist dieser Tag in Ägypten auch ein offizieller Feiertag.

Vom 25. November bis 6. Januar haben die Kopten 43 Tage Fastenzeit – auch in der Adventszeit. Sie dürfen in dieser Zeit nichts essen, was vom Tier kommt, kein Fleisch, keinen Fisch, weder Eier, noch Butter, Quark oder Milch. Sie ernähren sich den ganzen Tag über vegan. Sie sollen dabei an den Propheten Moses denken, als er 40 Tage auf dem Berg Sinai auf die zehn Gebote gewartet haben soll. Viele von ihnen fasten jedoch nur die Woche vor Weihnachten.

Familie, Freunde, Bekannte schreiben sich in der Adventszeit Karten, und es werden auch künstliche Weihnachtsbäume zu Hause aufgestellt. Der Weihnachtsbaum kommt ursprünglich aus Ägypten, und seine ursprüngliche Form war eine Palme. Die Ägypter verwendeten zwölfgliedrige Palmen als Symbol für ein abgeschlossenes Jahr.

Zu Weihnachten bekommen die Kinder und Erwachsenen neue Kleidung, damit gehen sie zunächst zur Kirche, die um 23 Uhr beginnt. Genau mit der Glocke um Mitternacht fahren sie alle nach Hause, um ihr Weihnachtsmahl, eine sogenannte Fata zu essen. Fata besteht aus Brot, Reis und gekochtem Fleisch. Am nächsten Tag gratulieren ihnen die Muslime, um ihre Verbundenheit zu zeigen.

Mirghani Khiri aus Ägypten