Norderstedt
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Geburtstags-Konzert zum 80. Geburtstag

Fritz Bultmann gründete den Kodály-Chor 1972. Neben ihm die jetzige Chorleiterin Eva Hage

Fritz Bultmann gründete den Kodály-Chor 1972. Neben ihm die jetzige Chorleiterin Eva Hage

Foto: Heike Linde-Lembke

Kodály-Chor, Chor Vocoder und Instrumentalisten feiern Fritz Bultmann mit einem musikalischen Abend der Extraklasse.

Norderstedt.  Fit und aufrecht begrüßt Fritz Bultmann seine Gäste im Foyer der Vicelin-Kirche, in der zwei Chöre und ein Instrumental-Ensemble gleich ein Konzert aus Anlass seines 80. Geburtstages geben. Wie macht der Mann das? „Ach, was heißt fit, ein bisschen Rücken habe ich schon“, sagt der Jubilar.

Fritz Bultmann, am 10. Dezember 1937 auf einem Bauernhof bei Bremen geboren, musizierte lieber, statt zu mähen, sang lieber, statt zu säen. Doch im Prinzip säte auch er – nämlich die Liebe zur Musik. Der Hamburger Kodály-Chor ist eines der vielen guten Ergebnisse seiner Musikleidenschaft. Fritz Bultmann gründete ihn 1972 und war fast 40 Jahre lang der musikalische Leiter des Chores. Zu seinem 80. Geburtstag lud der Chor zum Konzert für Bultmann ein, der von 1985 bis 2003 als Oberstudiendirektor das Gymnasium Harksheide leitete, und gab mit dem A-Cappella-Sextett Vocoder und einem Instrumental-Ensemble ein Konzert der Extraklasse.

„Wir sind alle mit dir verwoben, auch das junge Ensemble Vocoder, das durch deine Arrangements geprägt wird“, sagte Eva Hage, heutige Leiterin des Kodály-Chores, der nach der Ouvertüre mit Charles Villiers Stanford „Beati Quorum via“ Fritz Bultmanns dreisätzige Komposition „Nachtstücke: Nächtliche Flussfahrt – Nachtlied – Frühlingsnächte“ sang und die zarte Wehmut des Stücks mit Texten von Wolfgang Borchert betonte.

Der Chor Vocoder mit drei Sängerinnen und drei Sängern begeisterte mit einfallsreich gesungenen Arrangements. In feiner Stimmung sangen sie sein Werk „Gabriel und Maria“, mit viel Witz und Frohsinn den Traditional „Joy To The World, arrangiert von Henning Wölk, wofür es spontan viel Applaus gab. Für „Words“, arrangiert von Anders Edenroth, gab es sogar Bravo-Rufe.

Das anregendste Stück sang der Kodàly-Chor, unterstützt vom Instrumental-Ensemble mit Cellistin Hella Bultmann, Cellistin und Bultmann-Tochter Andrea Beland, Geigerin Barbara Bultmann, Trompeter und Bultmann-Enkel Henry Beland, Oboist Alfred Hegge und Flötist Ulrich Sennhenn zum Schluss des Konzerts mit Fritz Bultmanns Werk „Ein Kind geborn zu Bethlehem“, in dem er die Weihnachtsgeschichte vertonte.