Norderstedt

Dreifeldhalle am Exerzierplatz kann kommen

Bald soll auf dem Gelände des Tennisclubs am Exerzierplatz eine Sporthalle stehen

Bald soll auf dem Gelände des Tennisclubs am Exerzierplatz eine Sporthalle stehen

Foto: Mascha Brichta / picture alliance / dpa Themendie

Ausschuss für Schule und Sport beschließt Zuschuss von bis zu 600.000 Euro für die Halle samt Dojo für die Kampfsportler.

Norderstedt.  Die Dreifeldhalle samt Dojo für die Kampfsportler kann auf dem Gelände des Tennisclubs am Exerzierplatz gebaut werden. Der Ausschuss für Schule und Sport hat die Investitionen beschlossen und damit nach vielen Diskussionen den Weg frei gemacht für ein Projekt, auf das Norderstedts Sportler seit Langem warten, denn: Die Kapazitäten der bestehenden Hallen sind ausgeschöpft.

Der Beschluss beinhaltet den Abriss der bestehenden Tennishalle des TC am Falkenberg. Nach dem Willen der Politiker baut der Verein die neue Tennishalle in Eigenregie und bekommt einen städtischen Zuschuss von bis zu 600.000 Euro, muss aber 20 Prozent der Kosten selbst aufbringen. Damit würde sich der Verein in die Finanzierung bisheriger Tennishallen einreihen. Die Verwaltung hatte aufgelistet, wie frühere Projekte finanziert wurden, um den Politikern eine Entscheidungshilfe zu geben.

Zwischen 1976 und 1983 haben der TSC Glashütte, der TC Garstedt, der TC Friedrichsgabe und der 1. SC Norderstedt vereinseigene Hallen für die Tennisspieler gebaut. Die Kosten lagen zwischen 1,22 und 2,67 Millionen Mark, die Eigenanteile zwischen knapp zehn und rund 25 Prozent. Außerdem bekamen die Bauherrn Zuschüsse von Bund (Zonenrandförderung), Land und Kreis im sechsstelligen Bereich.

Die Politiker sprachen sich einstimmig für diese Variante aus. Die Verwaltung hatte alternativ vorgeschlagen, dass die Stadt die Halle baut und dafür im Haushalt 2019 rund 750.000 Euro bereitstellt. Bei dieser Lösung hätten Bauherr und Verein sich über den Betrieb einigen müssen.

6,59 Millionen Euro kalkuliert die Entwicklungsgesellschaft Norderstedt, die die Dreifeldhalle samt Dojo bauen wird, für den Neubau. 5,2 Millionen Euro entfallen auf die Baukosten, 100.000 Euro kalkuliert der Bauherr für den Abriss der bestehenden Halle, für Grundstücks- und Nebenkosten fallen 1,14 Millionen Euro an und für die Ausstattung der Halle weitere 150.000 Euro. Eine Gastronomie ist nicht vorgesehen.

Im aktuellen Haushalt stehen 600.000 Euro zur Verfügung, 3,3 Millionen sollen in den Etat 2018 und 2,69 Millionen in den Haushalt 2019 eingestellt werden.