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Seit 100 Jahren unterstützen Lions Clubs soziale Projekte und fördern das kulturelle Leben. Maren Langenbach stellt die Clubs im Kreis Segeberg vor

Gegründet wurde der „Lions Club International“ von Melvin Jones (1879-1961), einem sozial engagierten Versicherungskaufmann aus Chicago. Als Gründungsdatum gilt der 7. Juni 1917. Jones, der seinen Job aufgab, um sich vollständig seiner ehrenamtlichen Arbeit zu widmen, lebte nach dem Motto: „Du kommst nicht sehr weit, wenn Du nicht etwas für andere tust.“

In diesem Sinne sollte sich auch die von ihm gegründete Organisation entwickeln. Die Bezeichnung „Lions“ setzt sich zusammen aus dem englischen Wahlspruch „Liberty, Intelligence, Our Nation’s Safety“, zu Deutsch „Freiheit, Aufklärung, Sicherheit unserer Nation“. Das Motto der Vereinigung lautet „we serve“, was so viel heißt wie „wir dienen“. Die Mitglieder verpflichten sich, ihren ehrenamtlichen Dienst am Nächsten über ihren persönlichen Profit zu stellen. Lions initiieren eigene Projekte oder unterstützen Aktionen von Partnerorganisationen. Übergeordnetes Ziel ist dabei die Hilfe zur Selbsthilfe. Neben sozialen Zielen fördern Lions auch kulturelle Projekte und setzen sich für Völkerverständigung, Toleranz, Humanität und Bildung ein. Die Idee fand nicht nur in den USA rasch Anhänger. Heute sind Mitglieder von Lions Clubs in mehr als 200 Ländern aktiv. Der erste Club in Deutschland wurde 1951 in Düsseldorf gegründet. Waren es zu Anfang ausschließlich reine Männerclubs, sind inzwischen viele Clubs auch Frauen zugänglich. Heute gibt es bundesweit über 1500 Lions Clubs, mit derzeit rund 52.000 Mitgliedern. Jeder Club hat gleichlautende Amtsträger, die nach einer weltweiten Festlegung des Lionsjahres jeweils vom 1. Juli bis zum 30. Juni des Folgejahres im Amt sind: Präsident, Vizepräsident, eventuell 2. Vizepräsident, Past-Präsident (Präsident des vergangenen Lions-Jahres), Sekretär, Schatzmeister und Clubmaster. Mitglied wird nur, wer eine explizite Einladung erhält. Dabei muss jedes potenzielle Neu-Mitglied einen guten Leumund aufweisen.

Jeder Lions Club trifft sich in der Regel zweimal pro Monat. Bei den Treffen werden Vorträge zu aktuellen Themen gehalten sowie soziale Aktivitäten geplant. Schwerpunkte des Engagements der Lions sind Programme für Kinder und Jugendliche sowie der weltweite Kampf gegen Blindheit. Die Lions-Jugendprogramme umfassen den internationalen Jugend- und Schüleraustausch, die Präventionsprogramme Lions-Quest, Klasse 2000 und Kindergarten plus, die Lions Young Ambassadors, den Friedensplakatwettbewerb sowie den Lions Jugend-Musikpreis. In diesem Jahr feiert die Organisation ihr 100-jähriges Bestehen auch im Kreis Segeberg mit zahlreichen Jubiläumsaktionen.