henstedt-ulzburg

„Sexualität & Gender“

Heike Linde-Lembke

Kursus-Angebot für Flüchtlinge wird gut angenommen und im Herbst fortgesetzt

henstedt-ulzburg. „Ich habe noch nie so viel in einem Kursus gelernt“, sagt ein afghanischer Familienvater und ist sich darin mit vielen Teilnehmern der ersten Talk-about-Veranstaltung „Sexualität & Gender“ für geflüchtete Männer und Frauen einig. Sie erfuhren in zwei Kursen, die Svenja Gruber, Gleichstellungsbeauftragte in der Gemeinde Henstedt-Ulzburg, und Flüchtlingskoordinator Wenzel Waschischeck initiierten, welche Unterschiede es in Sexualität und Geschlechterrollen zwischen Deutschland und anderen Ländern gibt, was männlich, was weiblich, was normal, was erlaubt ist oder eben auch nicht. Referent war Georg Aschoff vom Hamburger Verein Jungenarbeit.

33 Männer und 30 Frauen aus Afghanistan haben getrennt an dem Projekt teilgenommen. „Mit unseren Veranstaltungen möchten wir geflüchteten Menschen einen sicheren Rahmen bieten, um sich mit den Themen Sexualität, Mann sein und Frau sein zu beschäftigen und sich über hier verbreitete Sexualkulturen, sexuelle und reproduktive Rechte und Gleichberechtigung zu informieren“, sagte Svenja Gruber.

Im Herbst soll das Projekt für Flüchtlinge aus Syrien und arabische Staaten fortgesetzt werden.

( lin )

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