Norderstedt

Radverkehr: Auf der Straße oder auf dem Gehweg?

| Lesedauer: 30 Minuten
Andreas Burgmayer

Die Leser des Hamburger Abendblatts diskutieren über die Sicherheit im Radverkehr in der Stadt: Sind Radstreifen auf der Straße die Lösung und helfen sie, schwere Unfälle zu verhindern?Die Leser des Hamburger Abendblatts diskutieren über die Sicherheit im Radverkehr in der Stadt: Sind Radstreifen auf der Straße die Lösung und helfen sie, schwere Unfälle zu verhindern?Die Leser des Hamburger Abendblatts diskutieren über die Sicherheit im Radverkehr in der Stadt: Sind Radstreifen auf der Straße die Lösung und helfen sie, schwere Unfälle zu verhindern?Die Leser des Hamburger Abendblatts diskutieren über die Sicherheit im Radverkehr in der Stadt: Sind Radstreifen auf der Straße die Lösung und helfen sie, schwere Unfälle zu verhindern?Die Leser des Hamburger Abendblatts diskutieren über die Sicherheit im Radverkehr in der Stadt: Sind Radstreifen auf der Straße die Lösung und helfen sie, schwere Unfälle zu verhindern?

Norderstedt. Andreas Burgmayer

Norderstedt Der Tod einer Radfahrerin (54) nach einem Unfall auf der Ulzburger Straße hat in Norderstedt eine breite Diskussion über die Radsicherheit in der Stadt ausgelöst. Die Frau war am 2. August auf einem kombinierten Geh- und Radweg von einem abbiegenden Lastwagen erfasst worden. Verkehrsexperten, Stadtplaner und viele Radfahrer sind der Auffassung, dass Radfahrstreifen auf der Fahrbahn dabei helfen, solche Unfälle zu vermeiden. Der Radfahrer sei hier besser im Blick des Autofahrers. Doch wie die Leserbriefe an diese Redaktion und die Reaktionen der Leser des abendblattes im Netz zeigen, ist das Fahrrad als gleichberechtigtes Fahrzueg auf der Straße für viele Autofahrer ein rotes Tuch – und selbst einige Radfahrer lehnen das Fahren auf den Radstreifen aus Sicherheitsbedenken ab. Wir haben die Reaktionen Pro und Contra Radfahrstreifen zusammengestellt und liefern so einen Überblick zum Meinungsbild in der Stadt.

Contra Radstreifen

„Bitte nicht noch mehr von diesen blöden Streifen. Eine Linie auf dem Boden macht keinen Fahrradweg. Der Unfall ist tragisch, keine Frage. Aber das hätte genau so gut mit einem Fußgänger passieren können. Der Tote Winkel ist nun mal da. Unabhängig von einem Streifen auf der Fahrbahn oder dem Bürgersteig.“ Jan Hendrik Harder

Diese Idee vom ADFC den Radweg auf die Straße zu verlegen „geschützt“ von einer gestrichelten Linie ist doch irrsinnig. Selbst ich als routinierter Radfahrer bekomme auf sowas Angst wenn da der 7,5tonner vorbeirauscht. Thomas Pieper

Radwege auf der Straße bringen keine Sicherheit. Sollen die sich mal auf den alten Kirchenweg stellen und sich das Treiben da ansehen. Da sind schon so viele nur knapp nem Unfall entgangen das ist grausamMorris Hesse

Ich finde es schrecklich das man jetzt auch noch absichtlich die Fahrradfahrer auf die Straße verlegen will. Damit man dann mit seinem Auto hinter so einem hergurken kann weil man keine Chance mehr hat zu überholen.

Ich glaube wirklich wir entwickeln uns als Menschen immer weiter zurück. Gute alte Erfindungen

Grauer Streifen auf Bürgersteig =Fußgänger

Roter Streifen auf Bürgersteig= Radfahrer!!! Björn Flessing

Ich bin der Meinung wenn Radfahrer als Verkehrsteilnehmer auf der Straße fahren sollen, dann muss es auch den Führerschein fürs Fahrrad geben. Für mich haben Radfahrer auf der Straße nichts zu suchen, kann mich da meinen Vorredner nur anschließen.

Jenni Ueckert

Fahrradwege auf der Straße sind völliger Blödsinn. .Fahrräder gehören auf den Fahrradweg und nicht auf die Straße. In meinen Augen viel zu gefährlich und die Nähe zum Auto ist viel zu eng Manfred Romeis

Heike Bielow-Rehfeldt Es gibt mittlerweile viele Straßen mit Fahrradstreifen. Ich nutze die aber nicht, möchte nicht plötzlich von einem gerammt werden, der zu wenig Abstand hält oder mich gar nicht sieht, weil er Besseres zu tun hat...

Ohne Verkehrsgutachten ringt sich Herr Brunkhorst vom ADFC zu einer „Beurteilung“ dieses tragischen Unfalles durch. Wenn es schon einen Fahrradstreifen auf der Hauptstraße (Ulzburger Straße) am Unfallort gegeben hätte, wäre es vermutlich nicht zur Kollision gekommen. Das ist eine sehr gewagte Hypothese. Die konventionellen Fahrradwege müssen nicht zwangsläufig unsicherer sein. Ich fühle mich dort jedenfalls wesentlich besser aufgehoben. Der Sprecher der Polizeidirektion - Herr Möller - dürfte mit seiner These eher bei der Wahrheit liegen. Ich hoffe sehr, dass hier keine ideologischen Schlachten geschlagen werden. Es lebe die „Fahrradstadt“ Norderstedt!

Mit freundlichen Grüßen

Ulrich Schmidt

Pro Radstreifen

Als dort lange Zeit wohnender und dort aufgewachsener Norderstedter hat mich die

so genannte Verkehrsplanung meiner ehemaligen Heimat schon immer verwundert.

Die Ulzburger Straße ist aber der Gipfel miserabler Verkehrsplanung.

Rad Fahrende werden völlig unstet, wie Verkehrsplaner sagen, zwischen gemischten

Geh- und Radwegen, Fahrbahn, Schutzstreifen, Nebenflächen und schlichtweg

Nichts hin und her geschoben. Teilweise ist nicht im Ansatz erkennbar wo die

Radfahrer/innen hin sollen.

Und ja. Die Radfahrerin wäre noch am Leben, wäre sie auf der Fahrbahn gefahren.

Es muss den Menschen klar werden, dass das Radfahren auf der grundsätzlich

Straße sicher ist, auch wenn ich das ungute Gefühl bei jedem verstehen kann.

Als Pendant kann man dann noch die Poppenbüttler Straße sehen, wo die Stadt

völlig willenlos Radler/innen auch noch auf der linken Seite auf die Nebenflächen

zwingt. Entgegen jeglicher Unfallforschung oder Regelwerke für den

Straßenverkehr.

Nein Norderstedt – das hat mit Radverkehrskonzept nichts zu tun. Schade

Jochen Freitag

Daniela Maria Hübsch Mein Mitgefühl den Angehörigen! Ich finde die Radwegkennzeichnungen auf der Strasse eine sehr gute Sache. Für mich als Autofahrer kommen die Radfahrer so besser ins Blickfeld.

Andre Kapo Wurde letzte Woche Freitag auch an selber stelle fast angefahren ...

Die 30 Zone sollte deutlich verlängert werden inklusive Radweg auf der Straße .

ich bin froh über jede Radspur auf der Straße, denn auch im Transporter kann ich so die Radler sehen, die ebenfalls in meine Richtung fahren. Und trotzdem gilt für mich wenn ich auf dem Rad sitze: Nur wenn ich den Fahrer sehen kann, kann er auch mich sehen. Dass ich Vorfahrt habe, hilft mir im Duell gegen Auto/LKW nicht weiter. Heriko Unbehaun

Andreas Burgmayer

Norderstedt Der Tod einer Radfahrerin (54) nach einem Unfall auf der Ulzburger Straße hat in Norderstedt eine breite Diskussion über die Radsicherheit in der Stadt ausgelöst. Die Frau war am 2. August auf einem kombinierten Geh- und Radweg von einem abbiegenden Lastwagen erfasst worden. Verkehrsexperten, Stadtplaner und viele Radfahrer sind der Auffassung, dass Radfahrstreifen auf der Fahrbahn dabei helfen, solche Unfälle zu vermeiden. Der Radfahrer sei hier besser im Blick des Autofahrers. Doch wie die Leserbriefe an diese Redaktion und die Reaktionen der Leser des abendblattes im Netz zeigen, ist das Fahrrad als gleichberechtigtes Fahrzueg auf der Straße für viele Autofahrer ein rotes Tuch – und selbst einige Radfahrer lehnen das Fahren auf den Radstreifen aus Sicherheitsbedenken ab. Wir haben die Reaktionen Pro und Contra Radfahrstreifen zusammengestellt und liefern so einen Überblick zum Meinungsbild in der Stadt.

Contra Radstreifen

„Bitte nicht noch mehr von diesen blöden Streifen. Eine Linie auf dem Boden macht keinen Fahrradweg. Der Unfall ist tragisch, keine Frage. Aber das hätte genau so gut mit einem Fußgänger passieren können. Der Tote Winkel ist nun mal da. Unabhängig von einem Streifen auf der Fahrbahn oder dem Bürgersteig.“ Jan Hendrik Harder

Diese Idee vom ADFC den Radweg auf die Straße zu verlegen „geschützt“ von einer gestrichelten Linie ist doch irrsinnig. Selbst ich als routinierter Radfahrer bekomme auf sowas Angst wenn da der 7,5tonner vorbeirauscht. Thomas Pieper

Radwege auf der Straße bringen keine Sicherheit. Sollen die sich mal auf den alten Kirchenweg stellen und sich das Treiben da ansehen. Da sind schon so viele nur knapp nem Unfall entgangen das ist grausamMorris Hesse

Ich finde es schrecklich das man jetzt auch noch absichtlich die Fahrradfahrer auf die Straße verlegen will. Damit man dann mit seinem Auto hinter so einem hergurken kann weil man keine Chance mehr hat zu überholen.

Ich glaube wirklich wir entwickeln uns als Menschen immer weiter zurück. Gute alte Erfindungen

Grauer Streifen auf Bürgersteig =Fußgänger

Roter Streifen auf Bürgersteig= Radfahrer!!! Björn Flessing

Ich bin der Meinung wenn Radfahrer als Verkehrsteilnehmer auf der Straße fahren sollen, dann muss es auch den Führerschein fürs Fahrrad geben. Für mich haben Radfahrer auf der Straße nichts zu suchen, kann mich da meinen Vorredner nur anschließen.

Jenni Ueckert

Fahrradwege auf der Straße sind völliger Blödsinn. .Fahrräder gehören auf den Fahrradweg und nicht auf die Straße. In meinen Augen viel zu gefährlich und die Nähe zum Auto ist viel zu eng Manfred Romeis

Heike Bielow-Rehfeldt Es gibt mittlerweile viele Straßen mit Fahrradstreifen. Ich nutze die aber nicht, möchte nicht plötzlich von einem gerammt werden, der zu wenig Abstand hält oder mich gar nicht sieht, weil er Besseres zu tun hat...

Ohne Verkehrsgutachten ringt sich Herr Brunkhorst vom ADFC zu einer „Beurteilung“ dieses tragischen Unfalles durch. Wenn es schon einen Fahrradstreifen auf der Hauptstraße (Ulzburger Straße) am Unfallort gegeben hätte, wäre es vermutlich nicht zur Kollision gekommen. Das ist eine sehr gewagte Hypothese. Die konventionellen Fahrradwege müssen nicht zwangsläufig unsicherer sein. Ich fühle mich dort jedenfalls wesentlich besser aufgehoben. Der Sprecher der Polizeidirektion - Herr Möller - dürfte mit seiner These eher bei der Wahrheit liegen. Ich hoffe sehr, dass hier keine ideologischen Schlachten geschlagen werden. Es lebe die „Fahrradstadt“ Norderstedt!

Mit freundlichen Grüßen

Ulrich Schmidt

Pro Radstreifen

Als dort lange Zeit wohnender und dort aufgewachsener Norderstedter hat mich die

so genannte Verkehrsplanung meiner ehemaligen Heimat schon immer verwundert.

Die Ulzburger Straße ist aber der Gipfel miserabler Verkehrsplanung.

Rad Fahrende werden völlig unstet, wie Verkehrsplaner sagen, zwischen gemischten

Geh- und Radwegen, Fahrbahn, Schutzstreifen, Nebenflächen und schlichtweg

Nichts hin und her geschoben. Teilweise ist nicht im Ansatz erkennbar wo die

Radfahrer/innen hin sollen.

Und ja. Die Radfahrerin wäre noch am Leben, wäre sie auf der Fahrbahn gefahren.

Es muss den Menschen klar werden, dass das Radfahren auf der grundsätzlich

Straße sicher ist, auch wenn ich das ungute Gefühl bei jedem verstehen kann.

Als Pendant kann man dann noch die Poppenbüttler Straße sehen, wo die Stadt

völlig willenlos Radler/innen auch noch auf der linken Seite auf die Nebenflächen

zwingt. Entgegen jeglicher Unfallforschung oder Regelwerke für den

Straßenverkehr.

Nein Norderstedt – das hat mit Radverkehrskonzept nichts zu tun. Schade

Jochen Freitag

Daniela Maria Hübsch Mein Mitgefühl den Angehörigen! Ich finde die Radwegkennzeichnungen auf der Strasse eine sehr gute Sache. Für mich als Autofahrer kommen die Radfahrer so besser ins Blickfeld.

Andre Kapo Wurde letzte Woche Freitag auch an selber stelle fast angefahren ...

Die 30 Zone sollte deutlich verlängert werden inklusive Radweg auf der Straße .

ich bin froh über jede Radspur auf der Straße, denn auch im Transporter kann ich so die Radler sehen, die ebenfalls in meine Richtung fahren. Und trotzdem gilt für mich wenn ich auf dem Rad sitze: Nur wenn ich den Fahrer sehen kann, kann er auch mich sehen. Dass ich Vorfahrt habe, hilft mir im Duell gegen Auto/LKW nicht weiter. Heriko Unbehaun

Andreas Burgmayer

Norderstedt Der Tod einer Radfahrerin (54) nach einem Unfall auf der Ulzburger Straße hat in Norderstedt eine breite Diskussion über die Radsicherheit in der Stadt ausgelöst. Die Frau war am 2. August auf einem kombinierten Geh- und Radweg von einem abbiegenden Lastwagen erfasst worden. Verkehrsexperten, Stadtplaner und viele Radfahrer sind der Auffassung, dass Radfahrstreifen auf der Fahrbahn dabei helfen, solche Unfälle zu vermeiden. Der Radfahrer sei hier besser im Blick des Autofahrers. Doch wie die Leserbriefe an diese Redaktion und die Reaktionen der Leser des abendblattes im Netz zeigen, ist das Fahrrad als gleichberechtigtes Fahrzueg auf der Straße für viele Autofahrer ein rotes Tuch – und selbst einige Radfahrer lehnen das Fahren auf den Radstreifen aus Sicherheitsbedenken ab. Wir haben die Reaktionen Pro und Contra Radfahrstreifen zusammengestellt und liefern so einen Überblick zum Meinungsbild in der Stadt.

Contra Radstreifen

„Bitte nicht noch mehr von diesen blöden Streifen. Eine Linie auf dem Boden macht keinen Fahrradweg. Der Unfall ist tragisch, keine Frage. Aber das hätte genau so gut mit einem Fußgänger passieren können. Der Tote Winkel ist nun mal da. Unabhängig von einem Streifen auf der Fahrbahn oder dem Bürgersteig.“ Jan Hendrik Harder

Diese Idee vom ADFC den Radweg auf die Straße zu verlegen „geschützt“ von einer gestrichelten Linie ist doch irrsinnig. Selbst ich als routinierter Radfahrer bekomme auf sowas Angst wenn da der 7,5tonner vorbeirauscht. Thomas Pieper

Radwege auf der Straße bringen keine Sicherheit. Sollen die sich mal auf den alten Kirchenweg stellen und sich das Treiben da ansehen. Da sind schon so viele nur knapp nem Unfall entgangen das ist grausamMorris Hesse

Ich finde es schrecklich das man jetzt auch noch absichtlich die Fahrradfahrer auf die Straße verlegen will. Damit man dann mit seinem Auto hinter so einem hergurken kann weil man keine Chance mehr hat zu überholen.

Ich glaube wirklich wir entwickeln uns als Menschen immer weiter zurück. Gute alte Erfindungen

Grauer Streifen auf Bürgersteig =Fußgänger

Roter Streifen auf Bürgersteig= Radfahrer!!! Björn Flessing

Ich bin der Meinung wenn Radfahrer als Verkehrsteilnehmer auf der Straße fahren sollen, dann muss es auch den Führerschein fürs Fahrrad geben. Für mich haben Radfahrer auf der Straße nichts zu suchen, kann mich da meinen Vorredner nur anschließen.

Jenni Ueckert

Fahrradwege auf der Straße sind völliger Blödsinn. .Fahrräder gehören auf den Fahrradweg und nicht auf die Straße. In meinen Augen viel zu gefährlich und die Nähe zum Auto ist viel zu eng Manfred Romeis

Heike Bielow-Rehfeldt Es gibt mittlerweile viele Straßen mit Fahrradstreifen. Ich nutze die aber nicht, möchte nicht plötzlich von einem gerammt werden, der zu wenig Abstand hält oder mich gar nicht sieht, weil er Besseres zu tun hat...

Ohne Verkehrsgutachten ringt sich Herr Brunkhorst vom ADFC zu einer „Beurteilung“ dieses tragischen Unfalles durch. Wenn es schon einen Fahrradstreifen auf der Hauptstraße (Ulzburger Straße) am Unfallort gegeben hätte, wäre es vermutlich nicht zur Kollision gekommen. Das ist eine sehr gewagte Hypothese. Die konventionellen Fahrradwege müssen nicht zwangsläufig unsicherer sein. Ich fühle mich dort jedenfalls wesentlich besser aufgehoben. Der Sprecher der Polizeidirektion - Herr Möller - dürfte mit seiner These eher bei der Wahrheit liegen. Ich hoffe sehr, dass hier keine ideologischen Schlachten geschlagen werden. Es lebe die „Fahrradstadt“ Norderstedt!

Mit freundlichen Grüßen

Ulrich Schmidt

Pro Radstreifen

Als dort lange Zeit wohnender und dort aufgewachsener Norderstedter hat mich die

so genannte Verkehrsplanung meiner ehemaligen Heimat schon immer verwundert.

Die Ulzburger Straße ist aber der Gipfel miserabler Verkehrsplanung.

Rad Fahrende werden völlig unstet, wie Verkehrsplaner sagen, zwischen gemischten

Geh- und Radwegen, Fahrbahn, Schutzstreifen, Nebenflächen und schlichtweg

Nichts hin und her geschoben. Teilweise ist nicht im Ansatz erkennbar wo die

Radfahrer/innen hin sollen.

Und ja. Die Radfahrerin wäre noch am Leben, wäre sie auf der Fahrbahn gefahren.

Es muss den Menschen klar werden, dass das Radfahren auf der grundsätzlich

Straße sicher ist, auch wenn ich das ungute Gefühl bei jedem verstehen kann.

Als Pendant kann man dann noch die Poppenbüttler Straße sehen, wo die Stadt

völlig willenlos Radler/innen auch noch auf der linken Seite auf die Nebenflächen

zwingt. Entgegen jeglicher Unfallforschung oder Regelwerke für den

Straßenverkehr.

Nein Norderstedt – das hat mit Radverkehrskonzept nichts zu tun. Schade

Jochen Freitag

Daniela Maria Hübsch Mein Mitgefühl den Angehörigen! Ich finde die Radwegkennzeichnungen auf der Strasse eine sehr gute Sache. Für mich als Autofahrer kommen die Radfahrer so besser ins Blickfeld.

Andre Kapo Wurde letzte Woche Freitag auch an selber stelle fast angefahren ...

Die 30 Zone sollte deutlich verlängert werden inklusive Radweg auf der Straße .

ich bin froh über jede Radspur auf der Straße, denn auch im Transporter kann ich so die Radler sehen, die ebenfalls in meine Richtung fahren. Und trotzdem gilt für mich wenn ich auf dem Rad sitze: Nur wenn ich den Fahrer sehen kann, kann er auch mich sehen. Dass ich Vorfahrt habe, hilft mir im Duell gegen Auto/LKW nicht weiter. Heriko Unbehaun

Der Tod einer Radfahrerin (54) nach einem Unfall auf der Ulzburger Straße hat in Norderstedt eine breite Diskussion über die Radsicherheit in der Stadt ausgelöst. Die Frau war am 2. August auf einem kombinierten Geh- und Radweg von einem abbiegenden Lastwagen erfasst worden (das Abendblatt berichtete). Verkehrsexperten, Stadtplaner und viele Radfahrer sind der Auffassung, dass Radfahrstreifen auf der Fahrbahn dabei helfen, solche Unfälle zu vermeiden. Der Radfahrer sei hier besser im Blick des Autofahrers. Doch wie die Leserbriefe an diese Redaktion und die Reaktionen der Leser des Abendblatts auf Facebook zeigen, ist das Fahrrad als gleichberechtigtes Fahrzeug auf der Straße für viele Autofahrer ein rotes Tuch – und selbst einige Radfahrer lehnen das Fahren auf den Radstreifen aus Sicherheitsbedenken ab. Wir haben die Reaktionen Pro und Contra Radfahrstreifen zusammengestellt und liefern so einen Überblick zum Meinungsbild in der Stadt.

Contra Radstreifen

Bitte nicht noch mehr von diesen blöden Streifen. Eine Linie auf dem Boden macht keinen Fahrradweg. Der Unfall ist tragisch, keine Frage. Aber das hätte genau so gut mit einem Fußgänger passieren können. Der tote Winkel ist nun mal da. Unabhängig von einem Streifen auf der Fahrbahn oder dem Bürgersteig.“ Jan Hendrik Harder

Diese Idee vom ADFC, den Radweg auf die Straße zu verlegen, „geschützt“ von einer gestrichelten Linie, ist doch irrsinnig. Selbst ich als routinierter Radfahrer bekomme Angst, wenn da ein 7,5-Tonner an mir vorbeirauscht.

Thomas Pieper

Radwege auf der Straße bringen keine Sicherheit. Sollen die sich mal auf den Alten Kirchenweg stellen und sich das Treiben da ansehen. Da sind schon so viele nur knapp einem Unfall entgangen. Das ist grausam.

Morris Hesse

Ich finde es schrecklich, dass man jetzt auch noch absichtlich die Fahrradfahrer auf die Straße verlegen will. Damit man dann mit seinem Auto hinter so einem hergurken kann, weil man keine Chance mehr hat zu überholen. Grauer Streifen auf Bürgersteig – Fußgänger. Gute, alte Erfindungen: Roter Streifen auf Bürgersteig – Radfahrer!

Björn Flessing

Wenn Radfahrer als Verkehrsteilnehmer auf der Straße fahren sollen, dann muss es auch den Führerschein fürs Fahrrad geben. Für mich haben Radfahrer auf der Straße nichts zu suchen.

Jenni Ueckert

Fahrradwege auf der Straße sind völliger Blödsinn. Fahrräder gehören auf den Fahrradweg und nicht auf die Straße. In meinen Augen viel zu gefährlich, und die Nähe zum Auto ist viel zu eng.

Manfred Romeis

Es gibt mittlerweile viele Straßen mit Fahrradstreifen. Ich nutze die aber nicht, möchte nicht plötzlich von einem gerammt werden, der zu wenig Abstand hält oder mich gar nicht sieht.

Heike Bielow-Rehfeldt

Ohne Verkehrsgutachten ringt sich Herr Brunkhorst vom ADFC zu einer „Beurteilung“ dieses tragischen Unfalles durch. Wenn es schon einen Fahrradstreifen auf der Ulzburger Straße am Unfallort gegeben hätte, wäre es vermutlich nicht zur Kollision gekommen. Das ist eine sehr gewagte Hypothese. Die konventionellen Fahrradwege müssen nicht zwangsläufig unsicherer sein. Ich fühle mich dort jedenfalls wesentlich besser aufgehoben. Der Sprecher der Polizeidirektion, Herr Möller, dürfte mit seiner These eher bei der Wahrheit liegen. Ich hoffe sehr, dass hier keine ideologischen Schlachten geschlagen werden. Es lebe die „Fahrradstadt“ Norderstedt!

Ulrich Schmidt

Pro Radstreifen

Als dort aufgewachsener Norderstedter hat mich die sogenannte Verkehrsplanung meiner ehemaligen Heimat schon immer verwundert. Die Ulzburger Straße ist aber der Gipfel miserabler Verkehrsplanung.

Radfahrende werden völlig unstet, wie Verkehrsplaner sagen, zwischen gemischten Geh- und Radwegen, Fahrbahn, Schutzstreifen, Nebenflächen und schlichtweg dem Nichts hin und her geschoben. Teilweise ist nicht im Ansatz erkennbar, wo die Radfahrer/innen hin sollen. Und ja. Die Radfahrerin wäre noch am Leben, wäre sie auf der Fahrbahn gefahren. Es muss den Menschen klar werden, dass das Radfahren grundsätzlich auf der Straße sicher ist, auch wenn ich das ungute Gefühl bei jedem verstehen kann. Jochen Freitag

Mein Mitgefühl den Angehörigen! Ich finde die Radwegkennzeichnungen auf der Straße eine sehr gute Sache. Für mich als Autofahrer kommen die Radfahrer so besser ins Blickfeld.

Daniela Maria Hübsch

Wurde letzte Woche Freitag auch an selber Stelle fast angefahren. Die 30er- Zone sollte deutlich verlängert werden, inklusive Radweg auf der Straße.

Andre Kapo

Ich bin froh über jede Radspur auf der Straße, denn auch im Transporter kann ich so die Radler sehen, die ebenfalls in meine Richtung fahren. Und trotzdem gilt für mich, wenn ich auf dem Rad sitze: Nur wenn ich den Fahrer sehen kann, kann er auch mich sehen. Dass ich Vorfahrt habe, hilft mir im Duell gegen Auto/Lkw nicht weiter. Heiko Unbehaun

Tatsächlich wird der Verkehr mit jedem zusätzlichen Radfahrer sicherer. Zum einen natürlich, weil dann meist ein Auto weniger unterwegs ist, zum anderen durch den Effekt der Sicherheit durch Masse. Letzteres ist einfach erklärt: je mehr Radfahrer unterwegs sind, umso eher sind Auto- (und Lkw-)Fahrer daran gewöhnt und umso mehr rechnen sie mit ihnen und achten darauf.

Lars Schmidt

Wenn du auf dem Bürgersteig fährst statt auf der Fahrbahn, wirst du mit weit höherer Wahrscheinlichkeit auf einer Motorhaube landen, als wenn du konsequent auf der Fahrbahn fährst. Ich hatte in meiner Jugend Unmengen an gefährdenden Situationen, weil ich da noch auf Bürgersteigen gefahren bin. So schnell kann man nicht reagieren, wie manche abbiegen. Ich mache dies seit nun schon zwanzig Jahren bewusst nicht mehr, und die Zahl der gefährlichen Situationen hat sich dadurch auf ein Zehntel verringert. Man wird nicht von hinten angefahren, das ist Unsinn. Man wird beim Rechts- oder Linksabbiegen übersehen, und zwar auf Radwegen. Kai Te

Bei den meisten Kommentaren, die ihre Skepsis gegenüber Radfahrstreifen äußern, spielt die subjektive Sicherheit wohl die ausschlaggebende Rolle. Es gibt ja ein Konzept, das die subjektive Sicherheit auf Radfahrstreifen erhöhen soll, indem man eine bauliche Separation herstellt, wie sie der Hochbordradweg bietet. Sowas sollte auf mehrspurigen Stadtstraßen zum Einsatz kommen. Dann erhöht man die subjektive Sicherheit und nutzt die Vorteile der Radfahrstreifen (weniger Unfälle mit Autos und höherer Komfort für Fußgänger). Nico Riander

Andreas Burgmayer

Norderstedt Der Tod einer Radfahrerin (54) nach einem Unfall auf der Ulzburger Straße hat in Norderstedt eine breite Diskussion über die Radsicherheit in der Stadt ausgelöst. Die Frau war am 2. August auf einem kombinierten Geh- und Radweg von einem abbiegenden Lastwagen erfasst worden. Verkehrsexperten, Stadtplaner und viele Radfahrer sind der Auffassung, dass Radfahrstreifen auf der Fahrbahn dabei helfen, solche Unfälle zu vermeiden. Der Radfahrer sei hier besser im Blick des Autofahrers. Doch wie die Leserbriefe an diese Redaktion und die Reaktionen der Leser des abendblattes im Netz zeigen, ist das Fahrrad als gleichberechtigtes Fahrzueg auf der Straße für viele Autofahrer ein rotes Tuch – und selbst einige Radfahrer lehnen das Fahren auf den Radstreifen aus Sicherheitsbedenken ab. Wir haben die Reaktionen Pro und Contra Radfahrstreifen zusammengestellt und liefern so einen Überblick zum Meinungsbild in der Stadt.

Contra Radstreifen

„Bitte nicht noch mehr von diesen blöden Streifen. Eine Linie auf dem Boden macht keinen Fahrradweg. Der Unfall ist tragisch, keine Frage. Aber das hätte genau so gut mit einem Fußgänger passieren können. Der Tote Winkel ist nun mal da. Unabhängig von einem Streifen auf der Fahrbahn oder dem Bürgersteig.“ Jan Hendrik Harder

Diese Idee vom ADFC den Radweg auf die Straße zu verlegen „geschützt“ von einer gestrichelten Linie ist doch irrsinnig. Selbst ich als routinierter Radfahrer bekomme auf sowas Angst wenn da der 7,5tonner vorbeirauscht. Thomas Pieper

Radwege auf der Straße bringen keine Sicherheit. Sollen die sich mal auf den alten Kirchenweg stellen und sich das Treiben da ansehen. Da sind schon so viele nur knapp nem Unfall entgangen das ist grausamMorris Hesse

Ich finde es schrecklich das man jetzt auch noch absichtlich die Fahrradfahrer auf die Straße verlegen will. Damit man dann mit seinem Auto hinter so einem hergurken kann weil man keine Chance mehr hat zu überholen.

Ich glaube wirklich wir entwickeln uns als Menschen immer weiter zurück. Gute alte Erfindungen

Grauer Streifen auf Bürgersteig =Fußgänger

Roter Streifen auf Bürgersteig= Radfahrer!!! Björn Flessing

Ich bin der Meinung wenn Radfahrer als Verkehrsteilnehmer auf der Straße fahren sollen, dann muss es auch den Führerschein fürs Fahrrad geben. Für mich haben Radfahrer auf der Straße nichts zu suchen, kann mich da meinen Vorredner nur anschließen.

Jenni Ueckert

Fahrradwege auf der Straße sind völliger Blödsinn. .Fahrräder gehören auf den Fahrradweg und nicht auf die Straße. In meinen Augen viel zu gefährlich und die Nähe zum Auto ist viel zu eng Manfred Romeis

Heike Bielow-Rehfeldt Es gibt mittlerweile viele Straßen mit Fahrradstreifen. Ich nutze die aber nicht, möchte nicht plötzlich von einem gerammt werden, der zu wenig Abstand hält oder mich gar nicht sieht, weil er Besseres zu tun hat...

Ohne Verkehrsgutachten ringt sich Herr Brunkhorst vom ADFC zu einer „Beurteilung“ dieses tragischen Unfalles durch. Wenn es schon einen Fahrradstreifen auf der Hauptstraße (Ulzburger Straße) am Unfallort gegeben hätte, wäre es vermutlich nicht zur Kollision gekommen. Das ist eine sehr gewagte Hypothese. Die konventionellen Fahrradwege müssen nicht zwangsläufig unsicherer sein. Ich fühle mich dort jedenfalls wesentlich besser aufgehoben. Der Sprecher der Polizeidirektion - Herr Möller - dürfte mit seiner These eher bei der Wahrheit liegen. Ich hoffe sehr, dass hier keine ideologischen Schlachten geschlagen werden. Es lebe die „Fahrradstadt“ Norderstedt!

Mit freundlichen Grüßen

Ulrich Schmidt

Pro Radstreifen

Als dort lange Zeit wohnender und dort aufgewachsener Norderstedter hat mich die

so genannte Verkehrsplanung meiner ehemaligen Heimat schon immer verwundert.

Die Ulzburger Straße ist aber der Gipfel miserabler Verkehrsplanung.

Rad Fahrende werden völlig unstet, wie Verkehrsplaner sagen, zwischen gemischten

Geh- und Radwegen, Fahrbahn, Schutzstreifen, Nebenflächen und schlichtweg

Nichts hin und her geschoben. Teilweise ist nicht im Ansatz erkennbar wo die

Radfahrer/innen hin sollen.

Und ja. Die Radfahrerin wäre noch am Leben, wäre sie auf der Fahrbahn gefahren.

Es muss den Menschen klar werden, dass das Radfahren auf der grundsätzlich

Straße sicher ist, auch wenn ich das ungute Gefühl bei jedem verstehen kann.

Als Pendant kann man dann noch die Poppenbüttler Straße sehen, wo die Stadt

völlig willenlos Radler/innen auch noch auf der linken Seite auf die Nebenflächen

zwingt. Entgegen jeglicher Unfallforschung oder Regelwerke für den

Straßenverkehr.

Nein Norderstedt – das hat mit Radverkehrskonzept nichts zu tun. Schade

Jochen Freitag

Daniela Maria Hübsch Mein Mitgefühl den Angehörigen! Ich finde die Radwegkennzeichnungen auf der Strasse eine sehr gute Sache. Für mich als Autofahrer kommen die Radfahrer so besser ins Blickfeld.

Andre Kapo Wurde letzte Woche Freitag auch an selber stelle fast angefahren ...

Die 30 Zone sollte deutlich verlängert werden inklusive Radweg auf der Straße .

ich bin froh über jede Radspur auf der Straße, denn auch im Transporter kann ich so die Radler sehen, die ebenfalls in meine Richtung fahren. Und trotzdem gilt für mich wenn ich auf dem Rad sitze: Nur wenn ich den Fahrer sehen kann, kann er auch mich sehen. Dass ich Vorfahrt habe, hilft mir im Duell gegen Auto/LKW nicht weiter. Heriko Unbehaun

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