Norderstedt
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Mehr nächtlicher Fluglärm durch G20-Gipfel

In dieser Zeit könnten Fluggesellschaften und Flughafen selbstständig über Starts und Landungen entscheiden

Foto: Klaus Bodig / HA

In dieser Zeit könnten Fluggesellschaften und Flughafen selbstständig über Starts und Landungen entscheiden

Hamburger Flughafen hat für die Zeit vom 6. bis 9. Juli eine pauschale Ausnahmegenehmigung für Flugbetrieb von 23 auf 1 Uhr erteilt.

Norderstedt.  Die Bürger in Norderstedt, Quickborn und Hasloh müssen während des G20-Gipfels in Hamburg mit mehr nächtlichem Fluglärm rechnen. Der Hamburger Flughafen hat für die Zeit vom 6. bis 9. Juli eine pauschale Ausnahmegenehmigung für einen Flugbetrieb von 23 auf 1 Uhr und damit für eine Stunde länger als üblich erteilt. In dieser Zeit könnten Fluggesellschaften und Flughafen selbstständig über Starts und Landungen entscheiden.

"Als Grund nannten die Verantwortlichen, dass es keinen guten Eindruck machen würde, wenn Passagiere die Nacht im Flughafengebäude verbringen müssten – dieses Argument wiegt also schwerer als der berechtigte Schutz vor Fluglärm in der gesetzlichen Nachtruhe bei den Anwohnern und den direkt Betroffenen in den An- und Abflugschneisen im Umland", sagt Martin Mosel, Sprecher der Initiativen für Fluglärmschutz in Hamburg und Schleswig-Holstein. Es sei grotesk und anmaßend egoistisch, den ohnehin dauerhaft in ihrer Nachtruhe gestörten und von Fluglärm Betroffenen weitere Belastungen aufzubürden, um in der Welt schöne Bilder vom Flugfeld in Fuhlsbüttel zu zeigen. Flughafenchef Michael Eggenschwiler verlange Verständnis, wo jedes Verständnis ende.

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