Norderstedt
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Neuwahl: Frisches Blut für Seniorenbeirat

Hans Jeenicke, Angelika Kahlert, Ingrid Kowski und Jürgen Peters (von links) werben für die Arbeit im Seniorenbeirat

Hans Jeenicke, Angelika Kahlert, Ingrid Kowski und Jürgen Peters (von links) werben für die Arbeit im Seniorenbeirat

Foto: Michael Schick

Das Sprachroher der Alten wird neu gewählt. Mitmachen können alle Norderstedter, die in diesem Jahr mindestens 60 sind oder werden.

Norderstedt.  Frischer Wind – das wünscht sich der Norderstedter Seniorenbeirat für die nächsten vier Jahre. Das Gremium, das die Interessen von rund 26.000 Norderstedtern vertritt, die 60 und älter sind, wird neu gewählt. „Wir würden uns freuen, wenn vor allem junge Alte mitmachen“, sagt Ingrid Kowski, Sprecherin der Altenvertreter. Sie will weitermachen wie die übrigen Vorstände des 21-köpfigen Gremiums auch, Angelika Kahlert als Vorsitzende sowie die Arbeitskreisleiter Karsten Bensel (Kultur), Jürgen Peters (Stadtentwicklung und Verkehr) und Hans Jeenicke (Soziales).

Der Seniorenbeirat kann in den politischen Ausschüssen mitentscheiden, wenn es um Seniorenthemen geht und auch eigene Anträge stellen. Als Erfolge werten die Norderstedter Altenpolitiker den Theaterbus, die Kombination aus Bustransfer und Theaterbesuch, und das Seniorenticket fürs Arriba-Bad – Ältere können zwei Stunden für fünf Euro schwimmen und müssen nicht acht Euro für drei Stunden ausgeben. „So lange sind Senioren meist nicht im Wasser“, sagt Ingrid Kowski. Auch die Fitnessgeräte im Moorbekpark gehen auf die Initiative des Beirats zurück.

Projekte für die nächsten Jahre sind: ein Hospiz für die Menschen in Norderstedt und Umgebung, barrierefreies, betreutes und bezahlbares Wohnen, wie es das Bielefelder Modell oder das Projekt „Lebendige Nachbarschaft“ (LeNa) der Hamburger Saga ermögliche, strengere Kontrollen gegen Gewalt im Alter und ein kostenloses HVV-Ticket für alle Senioren, die freiwillig ihren Führerschein abgeben.

Wer jetzt Lust bekommen hat, im Beirat mitzuarbeiten, am 31. Dezember mindestens 60 sein wird und in Norderstedt mit Hauptwohnsitz gemeldet ist, kann sich bis zum 31. August bewerben. Vordrucke gibt es im Rathaus. Beifügen müssen Kandidaten ein Passfoto und eine maximal 25 Wörter umfassende Begründung, warum sie kandidieren. Am 15. November werden die Bewerber öffentlich vorgestellt, bis zum 29. November wird gewählt, am 15. Dezember stehen die Ergebnisse fest, am 10. Januar konstituiert sich der neue Beirat.

Wer Fragen hat, kann sich bis zum 20. Juli an den amtierenden Seniorenbeirat während der Sprechzeiten dienstags von 10 bis 12 Uhr und donnerstags von 14.30 bis 16.30 Uhr im Rathaus wenden, Telefon 040/535 95 152 und 040/535 95 521.