Norderstedt
Weltreise

Nur keine Panik, wenn das Geld knapp wird!

Mit dem Campingbus durch Japan: Familie Leichsenring bleibt vier Wochen im Land der aufgehenden Sonne

Mit dem Campingbus durch Japan: Familie Leichsenring bleibt vier Wochen im Land der aufgehenden Sonne

Foto: Leichsenring / HA

Auf ihrer Weltreise ist die Norderstedter Familie Leichsenring jetzt in einem der teuersten Länder der Welt unterwegs: in Japan.

Japan. Stefan und Katrin Leichsenring aus Norderstedt, seit sechs Monaten mit ihren Kindern Julien (9), Marie (7) und Mathilda (4) auf Weltreise, haben in Japan den nächsten Zwischenstopp eingelegt. Von Tokio aus erkunden sie in einem Campingbus das Land der aufgehenden Sonne. Wie finanzieren sie eigentlich ihre Weltreise?

„Ihr müsst ja unglaublich reich sein.“ Das hören wir hier in Asien regelmäßig, wenn wir gefragt werden, warum wir so lange reisen. Im Vergleich zu den Asiaten sind wir vielleicht auch „reich“, aber in Deutschland sind wir bei Weitem nicht reich gewesen. Entscheidend ist nicht, wie viel Geld man gespart hat, sondern wie viel man zum Leben braucht.

Wir reisen nun schon seit über einem halben Jahr durch die Welt. Obwohl die Länder unterschiedlich teuer sind, entscheiden einige Faktoren über die Ausgaben. Der Grad an Luxus beim Essen und der Unterkunft und die Mobilität sind die drei teuersten Merkmale. Wer ein teures Hotel braucht, kann eben nicht so lange reisen. Teure Taxifahrten und westliches Essen lassen das Budget ebenfalls schnell schrumpfen. Je mehr wir es schaffen zu leben wie die Einheimischen, umso günstiger wird es für uns. Wir kochen selber, wenn es möglich ist, und haben schon einen Monat ein Dach über dem Kopf gehabt, ohne etwas dafür zu bezahlen. Nebenbei haben wir ganz bezaubernde Menschen kennengelernt.

Nach der Globalisierung kam die Digitalisierung. Mit ihr entstehen gerade unzählige Möglichkeiten, auch von unterwegs Geld zu verdienen. Ausgestattet mit einem Computer und gutem Internet lassen sich Jobs übers Internet erledigen. Mit YouTube, Facebook und dem eigenen Blog lassen sich Einnahmen erzielen.

Es gibt viele Möglichkeiten, online Geld zu verdienen

Katrin ist Physiotherapeutin und hilft mittlerweile ihren Patienten online zu einer schlanken Figur nach der Schwangerschaft. Turnte sie damals noch durch den Norderstedter Stadtpark für ihr Mama-Bootcamp, so wird dies nun übers Internet abgewickelt. Und weil es online kein Teilnehmerlimit gibt, ist so ein Kursus noch günstiger, als er es damals war. Auf www.katrin-fit.de finden interessierte Mütter alle Informationen.

Thailand, Malaysia und Sri Lanka waren besonders günstig. Unsere Reisekasse ist noch gut gefüllt. Myanmar war schon teurer. Obwohl erst seit Kurzem offen für den Tourismus, sind die Preise hier schon sehr happig. Chinesen und Amerikaner mit prallen Geldbeuteln treiben die Preise in die Höhe. Unterkünfte für 300 US-Dollar die Nacht sind hier nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Nun sind wir in Japan angekommen. Mit einem Campingbus erkunden wir einen Monat lang das Land der aufgehenden Sonne. Japan gehört mit seinem hohen Lebensstandard zu einem der teuersten Länder der Welt. Wir freuen uns schon auf Wassermelonen für 27 Euro.!

Wir haben gelernt, dass Geld nur eine Einheit ist. Wir lassen uns nicht mehr davon verrückt machen. Wenn das Geld ausgegeben ist, finden sich neue Wege, etwas zu verdienen. Sei es digital oder im realen Leben. Aber Angst haben wir nicht.

Nachdem wir nun ein halbes Jahr in der Welt unterwegs sind und viele Reisende treffen und uns austauschen, entstand die Idee, Informationen und Geschichten aufzuzeichnen und in Form eines Podcasts vielen Zuhörern zugänglich zu machen. Wer spannende Geschichten und Erfahrungen anderer Reisenden hören möchte, der kann dies vollkommen gratis tun unter www.weltreisepodcast.de.

Auch auf der Internetseite www. FamilieaufWeltreise.de können Interessierte nachlesen, was Familie Leichsenring erlebt. Zudem wird das Abendblatt weiter über die große Reise der fünf Norderstedter berichten.