Norderstedt
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FDP fordert jetzt das Jahres-Parkticket

Die FDP trage die grundsätzliche Entscheidung für die Parkgebühren mit, nicht jedoch das beschlossene Konzept zur Bewirtschaftung (Symbolbild)

Die FDP trage die grundsätzliche Entscheidung für die Parkgebühren mit, nicht jedoch das beschlossene Konzept zur Bewirtschaftung (Symbolbild)

Foto: mimey

Parkgebührenkonzept war letzte Woche gegen die Stimmen von FDP und Wir in Norderstedt (WiN) im Verkehrsausschuss beschlossen worden.

Norderstedt.  Die Norderstedter FDP kündigt an, gegen die Gebührenstruktur der für Norderstedt beschlossenen Parkgebühren angehen zu wollen. „Es gibt überhaupt keinen Grund dafür, dass Norderstedt mehr als doppelt so teuer sein muss wie die Großstadt Hamburg“, sagt der FDP-Fraktionsvorsitzende Klaus-Peter Schroeder. „Über diese Zahlen werden wir während der Sitzung des Hauptausschusses noch einmal reden müssen!“

Das Parkgebührenkonzept war letzte Woche gegen die Stimmen von FDP und Wir in Norderstedt (WiN) im Verkehrsausschuss beschlossen worden. Danach sollen Autofahrer ab 2018 in den städtischen Tiefgaragen und P+R-Parkplätzen 2 Euro am Tag, 10 Euro die Woche und 40 Euro im Monat bezahlen. Gebührenpflichtig werden 1050 Stellplätze in Norderstedt-Mitte, Garstedt sowie an der Quickborner Straße.

Die FDP trage die grundsätzliche Entscheidung für die Parkgebühren mit, nicht jedoch das beschlossene Konzept zur Bewirtschaftung. „480 Euro im Jahr oder 40 Euro für ein Monatsticket in einer öffentlichen P+R-Tiefgarage, das widerspricht völlig dem Grundgedanken, sein Auto abzustellen und mit dem öffentlichen Personennahverkehr in die City zu fahren“, sagt Tobias Mährlein, Ausschussmitglied der FDP. „Wir wollten uns an dem Hamburger Gebührenmodell orientieren, welches lediglich 200 Euro für ein Jahresticket oder 20 Euro pro Monat verlangt, das wäre vertretbar gewesen.“ Die Stadt tue sich keinen Gefallen, wenn die Tiefgaragen in Zukunft leer blieben und die umliegenden Straßenzüge vollgeparkt würden, warnt Mährlein. Die Stadt hatte das Hamburger Jahresticket-Modell mit der Begründung abgelehnt, dass es nur mit Einführung von Schranken an den Parkflächen und Kassensystemen umsetzbar und damit zu teuer wäre.