Norderstedt
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Kommt das neue Konzept für Parkgebühren?

Das Parken auf der Rathausallee vor dem Rathaus kostet derzeit nichts – aber vielleicht bald

Das Parken auf der Rathausallee vor dem Rathaus kostet derzeit nichts – aber vielleicht bald

Foto: Andreas Burgmayer / HA

Nun haben es die Politiker in der Hand: Am Donnerstag stimmt der Verkehrsausschuss über das Konzept für die Parkraumbewirtschaftung ab.

Norderstedt.  Nun liegt es also endgültig und zur Verabschiedung durch die Kommunalpolitik vor: Das Parkraum-Bewirtschaftungskonzept der Stadt Norderstedt. Wenn es am Donnerstag in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Verkehr die Zustimmung der Mehrheit findet, dann ist es mutmaßlich bis Anfang 2018 vorbei mit dem kostenlosen Parken in den P+R-Tiefgaragen und -parkplätzen sowie in den Garagen unter dem Rathaus.

600.000 Euro wird es die Stadt kosten, das Konzept umzusetzen, also die Parkscheinautomaten aufzustellen und die Garagen und Parkplätze zu beschildern. Weitere 500.000 Euro kostet die laufende Umgestaltung der P+R-Garage in Garstedt. 180.000 Euro werden nach Einführung des Konzeptes für die Überwachung der Parkplätze und allgemeine Bewirtschaftung anfallen. Zwei Stellen extra werden dafür im Ordnungsamt geschaffen. Auf der Einnahmenseite kalkuliert die Stadt mit etwa 140.000 Euro an Parkgebühren jährlich, plus die in den vergangenen Jahren angefallenen etwa 60.000 Euro, also 200.000 Euro insgesamt. Nicht eingerechnet sind dabei die Einnahmen über die Knöllchen, die nicht zahlende Fahrer zur erwarten haben.

Was die Preisgestaltung angeht, empfiehlt die Verwaltung in den Garagen und auf Parkplätzen folgende Regelung: 2 Euro pro Tag, 10 Euro die Woche und 40 Euro im Monat. Rund um das Herold-Center soll es bei dem seit 20 Jahren geltenden Tarif von einem Euro pro Stunde bleiben. Im übrigen Straßenraum müssen die Autofahrer ab sofort ihre Parkscheibe ins Auto legen. Dann dürfen sie zwei Stunden kostenfrei parken. Gelten soll das Prinzip montags bis sonnabends zwischen 6 und 20 Uhr.

Verworfen hat die Stadt die Übernahme der Hamburger P+R-Gebührenregelung. Dort kostet das Parken 2 Euro am Tag, 20 Euro im Monat und 200 Euro im Jahr. Eine Jahreskarte, so die Verwaltung, wäre aber nur mit einem Schranken- und Kassensystem umsetzbar. Der jährliche Einnahmeüberschuss würde auf 5000 Euro schrumpfen.

Die öffentliche Sitzung am Donnerstag, 6. April, beginnt um 18.15 Uhr im Sitzungssaal 2 des Rathauses.