Norderstedt
Norderstedt

Norderstedt lehnt Mitgliedschaft im Ökobündnis ab

Norderstedt. Ist der CDU und der SPD ein naturnahes und grünes Norderstedt überhaupt wichtig? Das fragen die Grünen, nachdem die beiden großen Parteien den Antrag der Grünen im Umweltausschuss abgelehnt hatten, dass Norderstedt dem Bündnis "Kommunen für biologische Vielfalt e.V." beitritt. Das biete die Chance, dass Norderstedt von den Erfahrungen anderer Städte und Gemeinden profitieren kann, wenn es darum geht, die Artenvielfalt bei Tieren und Pflanzen zu erhalten. Im Bündnis würden die Interessen gebündelt, der Verein werde zum Sprachrohr der Mitglieder in der Diskussion mit Politikern. "Gerade für Norderstedt als Zukunftsstadt mit dem stark herausgestellten Nachhaltigkeitsschwerpunkt ist eine Mitgliedschaft dringen geboten", sagt Grünen-Sprecherin Dagmar Feddern. Und: Die Mitgliedschaft koste nur 300 Euro im Jahr. WiN, FDP und Die Linke unterstützten den Antrag der Grünen, doch für eine Mehrheit reichte es nicht.

Norderstedt sei bei diesem Thema kompetent genug. Es gebe ja eine Stelle im Amt Nachhaltiges Norderstedt, die sich mit Biodiversität befasse, lauteten die Gegenargumente.

"Diesmal ist uns unsere Nachbargemeinde Henstedt-Ulzburg einen Schritt voraus", sagt Dagmar Feddern. Hen­stedt-Ulzburg sei neben Kiel, Lübeck, Preetz, Eutin und Bad Oldesloe im Januar dem Bündnis beigetreten.

© Hamburger Abendblatt 2017 – Alle Rechte vorbehalten.