Norderstedt
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Mehr Busse fahren in den Stadtpark

Foto: Lebenshilfe / HA

Ab Mai steuert die Linie 293 zusätzlich zur Linie 393 das beliebte Ausflusgziel in der Stadt Norderstedt an

Norderstedt.  Für die Besucher des Stadtparks Norderstedt ändert sich in diesem Jahr die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln – und zwar zum Besseren. Ab 1. Mai, wenn die Saison mit dem Parkerwachen beginnt, gelten neue Bus-Taktungen. Demnach wird die Linie 293 ab Norderstedt-Mitte künftig an jedem Sonnabend zwischen 9.40 und 17 Uhr zusätzlich zur vorhandenen Linie 393 den Stadtpark anfahren, wodurch ein 20-Minuten-Takt erreicht wird.

Diese Umstellung gilt ganzjährig und soll neben Ausflüglern auch Kunden des Einzelhandels (Famila, Hempels, Futterhaus) unterstützen. Saisonal – von Mai bis September – wird der Stadtpark genauso wie die Haltestelle Am Falkenhorst auch sonntags über die 293er-Linie angesteuert, und zwar von 9.40 bis 18.20 Uhr. Die verdichteten Fahrtzeiten sind eine Reaktion auf Anregungen vieler Stadtpark-Besucher, denen die ÖPNV-Anbindung gerade an Wochenenden im Sommer, wenn abends regelmäßig kulturelle Veranstaltungen stattfinden, zu schlecht war.

Ebenso wird die Streckenführung angepasst. Ab dem 1. Mai werden die Busse nicht mehr durch die Emanuel-Geibel-Straße fahren, die vom Kreisverkehr am Parkplatz vor dem Kulturwerk abgeht. Aktuell gibt es dort noch eine Schrankenanlage, die von Busfahrern geöffnet werden kann. Diese wird abgebaut und durch eine dauerhafte Durchfahrtsperre ersetzt. Die Fahrtzeit erhöht sich hierdurch laut Berechnungen um durchschnittlich eine Minute. Damit zieht die Verwaltung Konsequenzen aus dem wiederholten Vandalismus an der Schranke. Wenn diese nicht funktionsfähig war, führte dies zu Schleichverkehr, der benachbarte Wohngebiete belastete. Die zweite Barriere am Falkenhorst bleibt hingegen bestehen – diese verhindert, dass der Verkehr von der Stormarnstraße aus kommend eine Abkürzung nutzen kann. Nicht zu ändern ist allerdings der Umstand, dass Autofahrer auch den Famila-Parkplatz als Schleichweg missbrauchen.

Laut Stadt ist die ÖPNV-Umstellung kostenneutral. Die Änderung des Fahrwegs kostet zwar 13.000 Euro zusätzlich im Jahr, ungefähr die gleiche Summe musste allerdings in der Vergangenheit für den Betrieb und die Reparatur der Schranken aufgewendet werden. Die Fahrplanverdichtung ist mit 7000 Euro veranschlagt – dies soll durch einen Anteil Norderstedts an den tariflichen Mehreinnahmen des HVV sowie durch weitere erwartete Überschüsse kompensiert werden.

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