Norderstedt
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Stadt soll Fahrrad-Förderverbund beitreten

Der Fahrradverkehr in Norderstedt soll gestärkt werden

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Der Fahrradverkehr in Norderstedt soll gestärkt werden

Der Verein RAD.SH gründet sich. Städte und Gemeinden wollen gemeinsam das Rad als Verkehrsmittel attraktiver machen.

Norderstedt.  Während sich der Senat in Hamburg für den Radverkehr in der Metropole stark macht, liege der Radverkehr in Schleswig-Holstein am Boden. "Die Landesregierung ist förmlich aus dem Sattel gestiegen", sagt Joachim Brunkhorst, Radverkehrsbeauftragter des Kreises Segeberg. Dabei müsse das Radverkehrskonzept dringend fortgeschrieben werden.

Die Städte und Gemeinden seien deutlich aktiver und wollen die "Kommunale Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Fuß- und Radverkehrs in Schleswig-Holstein" als Verein gründen. Diesen Zusammenschluss, der sich kurz RAD.SH nennt, und dem Vorbild ähnlicher Initiativen in anderen Bundesländern folgt, fördert das Land allerdings finanziell.

Mitgliedschaft kostet 3000 Euro im Jahr

Bisher machen Kiel, Rendsburg, Preetz, Mölln, Neumünster, Flensburg und die Gemeinde Timmendorfer Strand mit. Nun will Norderstedt beitreten. Christine Haß, in der Verwaltung für den Radverkehr zuständig, hat einen Antrag für den Hauptausschuss formuliert. Die Politiker werden sich am Montag, 20. März, ab 18.15 Uhr im Rathaus unter anderem mit der Frage beschäftigen, ob sich die Stadt die Mitgliedschaft 3000 Euro pro Jahr kosten lassen will. Der Mitgliedsbeitrag könne aus dem Budget der Arbeitsgemeinschaft Radverkehr bezahlt werden, heißt es in der Vorlage der Verwaltung.

Dafür unterstützt RAD.SH die Mitglieder, wenn sie Förderanträge stellen, die Bürger informieren, Aktionen entwickeln oder Fachveranstaltungen organisieren wollen. Der neue Verein sieht sich als Sprachrohr der Städte und Gemeinden und will dem Rad als Verkehrsmittel gegenüber der Politik zu mehr Gewicht verhelfen. Schließlich habe Norderstedt wie die anderen Mitglieder exklusiv die Möglichkeit, sich mit dem Titel "Fahrradfreundliche Stadt" zu schmücken. Dieses Prädikat, das auf drei Jahre begrenzt ist, aber verlängert werden kann, beschreibt genau das Ziel, das Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote schon vor einigen Jahren für Norderstedt ausgegeben hat.

Immerhin macht die Stadt Fortschritte, beim letzten bundesweiten Test des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs zur Fahrradfreundlichkeit hatte sich Norderstedt schon auf Platz acht unter 100 Konkurrenten emporgearbeitet.

Hauptausschuss, Montag, 20. März, ab 18.15 Uhr im Norderstedter Rathaus.

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