Norderstedt
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Obdachlose haben kein Interesse an Winternotquartier

Norderstedt. Das Winternotprogramm für Obdachlose von der Stadt Norderstedt wird von den Betroffenen kaum angenommen. Die Stadt hatte am 21. Dezember drei leer stehende Wohneinheiten möbliert, um bis zu 18 Personen aufnehmen zu können.

Die Stadt bezahlt außerdem einen Sicherheitsdienst, der die Unterkunft abends und morgens abschließt. Allerdings wurden die Unterbringungen nicht allzu öffentlichkeitswirksam kommuniziert – man wollte eine „Sogwirkung“ aus Hamburg vermeiden. Von der Tagesaufenthaltsstätte für Obdachlose (TAS) wurden Betroffene direkt angesprochen, wenn sie keine dauerhafte Bleibe hatten. Nach acht Wochen des Betriebs zeigt sich, dass das Angebot kaum genutzt wird. In den meisten Nächten schlafen dort nur zwei bis drei Personen, maximal waren es sechs Personen in einigen wenigen Nächten im Januar.

Tabea Müller, Leiterin der TAS, hatte etliche Obdachlose wiederholt auf die Unterkunft aufmerksam gemacht. Sie kann sich nicht erklären, warum die Obdachlosen sie nicht nutzen. Die Stadt wird das Winternotprogramm zum 28. Februar einstellen.