Norderstedt
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Applaus für die alten Herren an den Gitarren

Die Animals and Friends sorgten mit alten Hits für gute Stimmung im Kulturwerk

Die Animals and Friends sorgten mit alten Hits für gute Stimmung im Kulturwerk

Foto: Heike Linde-Lembke

Musik der Animals, Rubettes und Tremeloes begeistert auch jüngere Zuhörer bei der Show „Damals“ im Norderstedter Kulturwerk.

Norderstedt.  50 Jahre und immer noch so laut, dass der Tinnitus jault! Die Animals spielten in der Tournee-Reihe „Damals“, die derzeit wieder durch Deutschland tourt und Nostalgiker aus dem Sessel, vom alten Plattenspieler weg- und in die Konzerthallen holt, auch im Norderstedter Kulturwerk wie bei vorigen Konzerten schon Herman Hermits, Vanity Fair, Tony Christie und Barry Ryan. Alle Auftritte der Oldies wurden berauschende Erinnerungsfeste der heutigen Best Ager.

Aber sie sind nicht mehr allein, wenn die Musiker der Star-Bands der 60er- und 70er-Jahre ihre Rente mit Mucke aufbessern. Sichtbar mischen sich die Kinder und sogar Enkelkinder ins Publikum und feiern die alten Herren auf der Bühne.

Diesmal gaben die Animals and Friends, die Rubettes als The Rubettes featuring Bill Hurd und The Tremeloes, jetzt The Trems, das „Damals“-Konzert im Kulturwerk und heizten drei Stunden lang kräftig ein. „Open Up Your Eyes“ und „Sugar Honey, Honey“ sang Keith Rush (allerdings im Halb-Playback) als Anheizer für The Animals and Friends.

Klar, dass sich die Animals, die sich vor 50 Jahren aus der Alan Price Combo entwickelt und weder vor Alkohol noch Drogen Reißaus genommen haben, in diesen fünf Jahrzehnten öfter neu zusammensetzten. Musiker sind gekommen und gegangen, aber die Band hat überlebt. Vor allem dank Hits wie „House Of The Rising Sun“ oder „Baby, Can I Take Your Home“, mit dem die heutigen Animals die Kulturwerk-Bühne aufräumten.

Heute bezeichnen sich einige der vier Musiker selbstironisch als Dinosaurier, die aber mit viel Elan bei der Sache sind. Mitte der 90er-Jahre ist Keyboarder Jim Rodford, der bei den Kinks spielte, bei den Animals eingestiegen. Die aktuelle Besetzung komplettieren Gitarrist Peter Barton, dessen Stimme der des Animals-Gründers Eric Burdon ähnelt, Drummer Johnny und der junge Bassist John Williamson aus der New Yorker Bronx.