Norderstedt
Agenda 2017

Das planen Bad Bramstedt und die Dörfer für 2017

Bad Bramstedts Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach hält die Integration der Flüchtlinge auch 2017 für eine der wichtigsten Aufgabe

Bad Bramstedts Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach hält die Integration der Flüchtlinge auch 2017 für eine der wichtigsten Aufgabe

Foto: Wolfgang Klietz

Auf der Agenda steht die Aktualisierung des Flächennutzungsplans. Aufgelistete freie Flächen für Wohnbebauung sind weitgehend belegt.

Bad Bramstedt.  Auch im Jahr 2017 hält Bad Bramstedts Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach die Integration der Flüchtlinge für eine der wichtigsten Aufgabe. Dabei müssen auch die Menschen betrachtet werden, die die freiwilligen Angebote bislang nicht angenommen haben, sagt der Bürgermeister. In Bad Bramstedt leben etwa 180 Flüchtlinge, deren Asylwunsch anerkannt wurde. Weitere 180 warten auf das Ende des Verfahrens.

Zu den großen Projekten gehört die Aktualisierung des Flächennutzungsplans. Das alte Werk ist 17 Jahre alt, die darin aufgelisteten freien Flächen für Wohnbebauung sind weitgehend belegt. „Eine Fortschreibung ist notwendig“, sagt Kütbach. Größere Wohngebiete plane die Stadt jedoch nicht.

Im Februar treffen sich Experten zu einem Workshop, der über ein neues Tourismuskonzept diskutieren wird. Eines der Themen wird ein „Grünes Band“ sein, das sich als Verbindung für Spaziergänger vom Kurgebiet bis zur Schlosswiese erstreckt.

DAS PLANT BAD BRAMSTEDT


Neue Laufbahn für Leichtathleten auf dem Schäferberg
Rund 1,1 Millionen Euro will die Stadt in die neue Laufbahn für Leichtathleten und Erneuerung der mehr als 30 Jahre alten Flutlichtanlage auf der Sportanlage am Schäferberg investieren, die von der BT genutzt wird. Die Stadtverordnetenversammlung hat das Geld im Haushalt 2017 bereitgestellt. Die Investition wird teilweise aus Förderungsmitteln gegenfinanziert.


150 Künstler treten in der Innenstadt auf
Am 17. und 18. Juni steht in Bad Bramstedt Kultur aus Drawsko Pomorskie auf dem Programm. Beim „Polnischen Tag“ im Stadtzentrum werden 150 Mitwirkende aus der Partnerstadt erwartet. Die meisten gehören zum Kulturhaus in Drawsko Pomorskie.


Neue Baugrundstücke und ein Golfhotel am Bissenmoor
Weil die Bauflächen im Wohnpark Bissenmoor nahezu komplett belegt sind, sollen am nordöstlichen Ende des Areals weitere 60 Grundstücke freigegeben werden. Außerdem werden 2017 voraussichtlich die Bauarbeiten für ein Golfhotel mit 60 Betten beginnen. Bauherren sind die Eigentümer des Golf & Country Clubs Gut Bissenmoor.


Neues Wohngebiet wird erweitert
Auch an der Bimöhler Straße sollen neue Baugrundstücke entstehen. Nachdem im vergangenen Jahr die Nachfrage nach freien Flächen groß war und der Verkauf erfolgreich verlief, können in diesem Jahr die Arbeiten für 60 Häuser beginnen. Weitere 100 Grundstücke wurden inzwischen für den Verkauf freigegeben.


Firmen wollen sich im Norden ansiedeln
Das Gewerbegebiet Nord rund um den Tegelbarg soll weiter wachsen. Viele Firmen haben sich gemeldet und wollen sich dort ansiedeln. Außerdem prüft der Fleischkonzern Vion, ob er seinen Schlachthof erweitert.


Stadt verhandelt weiter über Fachmarktzentrum
Die Verhandlungen über die Nutzung der Flächen im Gewerbegebiet Süd am Lohstücker gehen weiter. Nachdem der Bau eines Fachmarktzentrums gescheitert war, weil dem Investor Mieter fehlten, setzt die Stadt die Gespräche mit anderen Interessenten fort.


Stadtbücherei
In diesem Jahr sollen die Planungen über die Zukunft der Stadtbücherei beginnen. Die Räume in der Alten Schule am Maienbeeck sind zu klein und marode. Noch ist offen, ob die Bibliothek innerhalb des Gebäudes erweitert wird oder ob ein neuer Standort gefunden werden muss. Die Bramstedter Stadtverwaltung hofft, Fördermittel für das Projekt zu bekommen. Die Umsetzung ist für 2018 geplant.


Umgestaltung der Innenstadt
Auch die Planungen für die weitere Umgestaltung der Innenstadt gehen weiter. Nachdem der Bleeck saniert wurde, steht jetzt der Abschnitt zwischen Beecker Brücke und Maienbeeck zur Diskussion. In der Politik haben außerdem Diskussionen zur Umgestaltung der Schlosswiese begonnen.


Rechtsabbiegerspur
Vor dem Bahnübergang an der Bimöhler Straße wird in diesem Jahr eine Rechtsabbiegerspur für den Verkehr aus Richtung Innenstadt gebaut.


Betreuungsräume
Der Ausbau des Dachgeschosses der Grundschule am Bahnhof kostet 250.000 Euro. Dort entstehen Räume für die Nachmittagsbetreuung.


Gemeinschaftsschule
In der Gemeinschaftsschule am Schäferberg entstehen sechs neue Räume, davon vier für Klassen.


Mehr Platz
Die Kita Arche an der Ecke Bissenmoorweg/Holsatenalllee wird um vier Räume erweitert.


DAS PLANEN DIE DÖRFER


In den Dörfern des Amtes Bad Bramstedt-Land wird gebaut wie schon seit Jahren nicht mehr. Verwaltungschef Christian Stölting berichtet von 40 Baustellen im Hoch- und Tiefbau. Der Boom sei mit den günstigen Kreditzinsen zu erklären, der von den Gemeinden genutzt werde. Um die Projekte bewältigen zu können, hat die Amtsverwaltung eine neue Planstelle für einen Tiefbauingenieur geschaffen.


Borstel
Die kleine Gemeinde mit ihren 140 Einwohnern muss 2017 ein großes Projekt finanzieren: Die aus den 80er-Jahren stammende Kanalisation wird für 460.000 Euro saniert.


Hagen
Auch Hagen muss in die Kanalisation investieren. 1,5 Millionen Euro kostet der zweite Bauabschnitt der Sanierung.


Wiemersdorf
In diesem Jahr wird der Markttreff eröffnet, der zwei Millionen Euro gekostet hat. Die EU zahlt einen Zuschuss von 750.000 Euro. In den Markttreff ziehen ein Dorfladen und ein kleines Lokal ein. Außerdem entsteht ein Raum für Versammlungen und Vereine.


Hardebek
260.000 Euro kostet das neue Fahrzeug der freiwilligen Feuerwehr, das europaweit ausgeschrieben wird.


Heidmoor
Die Sanierung der Mischwasserkanalisation kostet 270.000 Euro.


Großenaspe
Die Gemeinde finanziert mit 1,5 Millionen Euro die Erschließung eines neuen Baugebiets für 36 Wohnhäuser. Parallel zu den Bauarbeiten beginnt die Vermarktung.

Außerdem setzt Großenaspe die Sanierung des Wasserwerks fort und gibt dafür 550.000 Euro aus.

2017 soll der Radweg zwischen Großenaspe durchgehend befahrbar sein. Das Projekt kostet 720.000 Euro, 125.000 übernimmt die Gemeinde.

Der letzte Bauabschnitt beim Neubau der Ortsdurchfahrt wird in diesem Jahr fertig gestellt. Dafür sind 100.000 Euro veranschlagt.