Norderstedt
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Drei Standorte für eine Großsporthalle

Norderstedts Baudezernent Thomas Bosse hat den Politikern jetzt Standorte für eine Großsporthalle genannt

Norderstedts Baudezernent Thomas Bosse hat den Politikern jetzt Standorte für eine Großsporthalle genannt

Foto: Michael Schick NZ

Alle von der Stadtverwaltung Norderstedt favorisierten Flächen für das Projekt befinden sich im Stadtteil Friedrichsgabe.

Norderstedt.  Mehrere Dreifeld-Hallen, eine Dojo-Halle – und noch eine Großsportanlage obendrauf? Seit Norderstedt den Plan hatte, als Standort für die Schießwettbewerbe Teil der (gescheiterten) Hamburger Olympiabewerbung zu werden, geistern die Pläne für jene Großsportanlage durch die politische Diskussion. Bislang galt: Nichts genaues weiß man nicht. Seit der jüngsten Sitzung des Sportausschusses ist das anders.

Baudezernent Thomas Bosse lieferte endlich die Antworten auf die Standortfrage für eine mögliche Großsportanlage, die von der Kommunalpolitik schon vor sieben Jahren in Form eines Prüfauftrages gestellt worden war.

Bosses Bauamt hat drei Flächen im städtischen Besitz ermittelt, auf denen eine solche Anlage überhaupt realisierbar wäre. Sie liegen allesamt in Fried­richsgabe. Eine 83.500 Quadratmeter große Fläche zwischen Kampmoorweg und Kothla-Järve-Straße auf Höhe des Umspannwerkes steht zur Debatte – hier hatte Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote auch schon mal den Bau einer Multifunktionshalle ins Spiel gebracht. Eine 93.000 Quadratmeter große Fläche liegt mitten im Wohn- und Gewerbegebiet Frederikspark an der Straße Am Umspannwerk, gegenüber der Tagesklinik Norderstedt. Und die dritte mögliche Fläche hat 70.000 Quadratmeter und liegt südlich der Sportflächen des SV Friedrichsgabe, vis à vis des Jungheinrich-Werkes an der Verlängerung der Oadby-and-Wigston-Straße.

Auf allen drei Flächen würden sich die angenommenen Kapazitäten einer Großsportanlage verwirklichen lassen, die da wären: Eine Sporthalle für 3000 Zuschauer (7500 Quadratmeter), ein Stadion für 5000 bis 10.000 Zuschauer (17.500 Quadratmeter) ein Kunstrasenspielfeld mit Laufbahn (11.000 Quadratmeter), dazu ein kleines Spielfeld mit Kunstrasen (5000 Quadratmeter) und ein Kunstrasenspielfeld für Hockey (6500 Quadratmeter). Zusammen mit 40.000 Quadratmetern an Stellplätzen und Nebenflächen ergebe sich nach diesen Plänen ein Gesamtbedarf von 87.500 Quadratmetern.

Oberbürgermeister Grote rechnete für die Olympia-Pläne mit Investitionen in Höhe von 30 bis 40 Millionen. Die jetzigen Vorstellungen dürften für etwa 20 Millionen Euro zu realisieren sein.

Baudezernent Bosse und Sportdezernentin Anette Reinders erwarten nun ein Signal der Politik, ob die Pläne weiterverfolgt werden sollen oder nicht. Doch bevor belastbare Zahlen vorliegen, wie viele Sporthallen und -anlagen Norderstedt benötigt, wird die Politik wohl kein abschließendes Urteil fällen.