Norderstedt
Henstedt-Ulzburg

Gemeinde bereitet sich auf TK Maxx vor

Kommt TK Maxx nach Henstedt-Ulzburg?

Kommt TK Maxx nach Henstedt-Ulzburg?

Foto: SPA / picture alliance

Das Unternehmen für günstige Mode weiß allerdings nichts von einer Ansiedlung im Norden. Betreiber des City Centers hatten protestiert.

Henstedt-Ulzburg.  Magdalena Ruthe, Pressesprecherin der Düsseldorfer TJX Deutschland Ltd. & Co. KG („TK Maxx“) ist überrascht: „Henstedt-Ulzburg? Nie gehört.“ Tatsächlich aber wird in der Gemeinde Henstedt-Ulzburg schon seit Monaten über eine Ansiedlung der Off-Price-Bekleidungskette im Bereich des Gewerbeparks Ulzburg gesprochen. Die Ortspolitiker haben während der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung extra den Bebauungsplan geändert, damit TK-Maxx-Waren auf einer Fläche von 1700 Quadratmetern angeboten werden könne. In dem leer stehenden Gebäude neben McDonald’s am Gutenbergring war bisher eine Verkaufsfläche von 1000 Quadratmetern ausgewiesen.

Für TK-Maxx-Sprecherin Magdalena Ruthe ist das alles unbekannt. „Bei uns gibt es keine Pläne, in Henstedt-Ulzburg eine Filiale zu eröffnen“, stellt sie fest. Volker Duda, Ortsplaner im Henstedt-Ulzburger Rathaus, ist verblüfft, weist aber auch darauf hin, dass die Gemeinde niemals direkt mit dem Bekleidungsunternehmern, sondern nur mit dem Eigentümer des Gebäudes verhandelt hat. „Welches Firmenschild dort letztlich an der Tür hängt, ist nicht Sache der Gemeinde.“ Wem das Gebäude gehört, in dem früher Aldi und KiK untergebracht waren, verrät er aus Datenschutzgründen nicht.

Das CCU und Kaltenkirchen fürchten die Billig-Konkurrenz

Die mögliche Ansiedlung von TK Maxx, das sich selbst als Europas führendes Off-Price-Unternehmen für Fashion und Wohn-Accessoires bezeichnet und Top-Marken bis zu 60 Prozent unter der unverbindlichen Preisempfehlung der Herteller anbietet, hat in Henstedt-Ulzburg für Aufregung gesorgt. So hatten unter anderem die Betreiber des City Centers (CCU) dagegen protestiert, weil sie die Konkurrenz fürchten. Auch die Industrie- und Handelskammer Lübeck hatte Kritik geübt: Die Innenstadtbereiche von Henstedt-Ulzburg und Kaltenkirchen könnten an Attraktivität verlieren. Verwaltung und Politik verwarfen allerdings die schriftlich eingereichten Bedenken. Der Beschluss zur Änderung des Bebauungsplanes wurde von der Politik einstimmig gefasst.