Norderstedt
Langenhorn

Sie träumt vom Abenteuer in der Arktis

Lena Beyssell, 26,  aus Langenhorn, hier mit ihrer Hündin Raika, bewirbt sich für einen der begehrten Startplätze beim Fjällräven Polar, einer Schlittenhundetour durch die skandinavische Arktis

Lena Beyssell, 26, aus Langenhorn, hier mit ihrer Hündin Raika, bewirbt sich für einen der begehrten Startplätze beim Fjällräven Polar, einer Schlittenhundetour durch die skandinavische Arktis

Foto: Jasmin Bock / HA

Die Langenhornerin Lena Beysell bewirbt sich für eine Schlittenhundetour am Polarkreis: 300 Kilometer bei minus 25 Grad Celsius.

Langenhorn.  300 Kilometer mit Schlittenhunden bei Temperaturen von bis zu minus 25 Grad durch die schneebedeckte skandinavische Polarwüste zu fahren, wäre für die meisten Menschen wohl zunächst einmal entschieden zu kalt. Für Lena Beyssell ist der arktische Trip hingegen ein großer Traum, den sie sich im nächsten Jahr unbedingt erfüllen möchte. Veranstaltet vom schwedischen Outdoor-Ausrüster Fjällräven, dürfen sich stets im April einige wenige Menschen aus aller Welt ins Abenteuer ihres Lebens stürzen. Keine Vollprofis, sondern normale Menschen sollen dabei sein, so lautet die Maxime. Sie werden auf ihrer Expedition von Signaldalen in Norwegen bis nach Väkkäräjärvi in Lappland von erfahrenen Guides begleitet – und 100 Hunden.

„Das Credo ist: Wenn man die richtige Ausrüstung und die richtigen Instruktionen bekommt, kann es jeder“, sagt Lena Beyssell. Eigentlich schreibt die 26 Jahre alte Medizinstudentin momentan an ihrer Doktorarbeit im Fachbereich der Pädiatrie. Doch als sie vor einigen Monaten in einem Magazin über den „Fjällräven Polar“ las, war es um sie geschehen. „Ich war direkt Feuer und Flamme.“ Zudem erinnert sie sich an ihr Auslandsjahr in Kanada, als sie zwar nicht mitfuhr, aber bereits Impressionen der Faszination Schlittenhunde sammelte.

Jetzt ruft die Wildnis endgültig. Und weil es ja viel zu einfach wäre, sich bloß formal zu bewerben, sind alle Anwärter aufgerufen, sich speziell ins Zeug zu legen. Im Falle von Lena Beyssell bedeutet das: Sie hat ein vierminütiges Bewerbungsvideo gedreht, stellt sich vor und sagt, warum man für sie abstimmen sollte. Dafür bekam sie Unterstützung von der Norderstedter Tierfotografin und Bloggerin Jasmin Bock und zudem dem Hamburger Sebastian Socha, der mit seiner Drohne Luftaufnahmen machte. Und für Fotoaufnahmen im Moorbekpark mit ihrer Mischlingshündin Raika hatte sie kürzlich das Glück, dass ausnahmsweise schon Anfang November der erste Schnee im Norden fiel.

Jeder Vote zählt – schon mehr als 600 Menschen haben online für Lena Beyssell gestimmt, damit ist sie momentan Dritte in Deutschland. Der Modus läuft so, dass die Person mit den meisten Stimmen automatisch dabei ist. Der zweite deutsche Startplatz wird von einer Fjällräven-Jury vergeben – entscheidend ist dann nicht nur die Menge der Stimmen, sondern auch die Kreativität und der Charme der Bewerbung. Im letzten Jahr hatte die Polar-Tour 29 Teilnehmer. Das Voting läuft noch bis zum 15. Dezember.

Video & Voting: tiny.cc/lenaforpolar2017
Facebook: „Lena For Polar 2017“