Norderstedt
Bauprojekt am Moorbekpark

Bürgerinitiative: „Schlag ins Gesicht der Anwohner“

Foto: Andreas Burgmayer / HA

Stadtverwaltung legt den überarbeiteten Entwurf für das Bauprojekt vor. Bürgerinitiative kritisiert neue Pläne.

Norderstedt.  Wohnen am Buckhörner Moor heißt der Planentwurf der Richard Ditting GmbH aus Hamburg. Dahinter verbergen sich etwa 150 Wohneinheiten auf über 16.500 Quadratmetern Grundstücksfläche, die am Buckhörner Moor in direkter Nachbarschaft zur grünen Lunge Moorbekpark entstehen sollen.

Gegen die Bebauung der Fläche lief die Anwohner-Initiative „Rettet den Moorbekpark!“ von Sommer 2015 an Sturm. 478 Unterschriften wurden gegen die Bebauung im Rathaus abgegeben. Schließlich einigten sich die Parteien darauf, dass die Bürger bei der Ausgestaltung der Planung mit ihren Wünschen berücksichtigt werden.

Am heutigen Donnerstag legt die Stadtverwaltung den überarbeiteten Entwurf für das Bauprojekt im Ausschuss für Stadtentwicklung vor. Laut dem Bauamt wurden dabei die Vorschläge der Jury des Architekturwettbewerbes berücksichtigt, die eine mäßige bauliche Verdichtung gefordert hatte. Außerdem habe man die Anregungen der Anwohner eingearbeitet und einen öffentlichen Weg entlang des Deichgrafenweges gestrichen. Ebenso wurden die zu dieser Seite hin geplanten Gebäude auf zwei Geschosse gedeckelt. Mit dem Investor Ditting wurde vereinbart, dass die 150 Wohneinheiten sich in ihrer Struktur dritteln: Eigentumswohnungen, frei finanzierte und geförderte Mietwohnungen.

Der Entwurf stößt bei der Bürgerinitiative auf Kritik. Sprecher Dirk Hendess: „Er ist ein Schlag ins Gesicht für die Menschen, die sich im Rahmen der frühzeitigen Bürgerbeteiligung engagiert haben.“ Dittings ursprünglicher Siegerentwurf, ein Konzept von drei vergleichsweise aufgelockerten Wohnhöfen mit moderater Höhe und Verdichtung, sei ein für alle tragbarer Kompromiss gewesen. Die Weiterentwicklung sei aber nichts weiter als eine weitere Verdichtung des Bauprojektes. Die Anregungen von Anwohnern, Parknutzern und der Bürgerinitiative würden dabei außen vor bleiben. Hendess: „Der Charakter des Siegerentwurf wird deutlich verändert.“ In der Ausschusssitzung (18.15 Uhr im Sitzungsraum 2 des Rathauses) wollen die Anwohner ihrem Ärger Luft machen.