Norderstedt
Tangstedt

Eröffnung des Rio Grande verzögert sich

Foto: Christopher Herbst / HA

Das Gebäude, welches der WSV Tangstedt verwaltet, soll zu einem Bürgerhaus werden. Doch zuvor sind umfassende Sanierungen nötig.

Tangstedt.  „Coming Soon“ steht auf dem Schild am Dorfplatz in Wilstedt. Bald also, aber ohne konkretes Datum, soll der Tangstedter Ortsteil wieder ein Restaurant bekommen. Die Steakhaus-Kette Rio Grande, unter anderem auch in Duvenstedt ansässig, wird sich hier niederlassen. Der Vertrag zwischen Bürgermeister Norman Hübener, dem WSV Tangstedt – dieser verwaltet das Gebäude – sowie den neuen Pächtern Zoran Filipovic und Zivco Bilic wurde schon im Juni unterschrieben. Doch bereit für die Eröffnung ist das Lokal noch lange nicht: Bei den umfänglichen Sanierungsarbeiten wurde festgestellt, dass die Substanz des Gebäudes noch schlechter ist als angenommen. „Das Haus ist 45 Jahre alt und noch nie renoviert worden. Es wird heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht“, sagt WSV-Chef Volkmar Jank. Ein Problem ist beispielsweise der mangelhafte Brandschutz in der Küche. Eigentümerin ist die Gemeinde, weswegen die Gemeindevertretung nun weitere 50.000 Euro Sofortinvestition beschließen musste. Vier SPD-Mandatsträger stimmten dagegen.

Für Jank geht es um weit mehr als ein Restaurant, auch wenn dieses ein großer Anziehungspunkt werden soll. „Es wird ein Bürgerhaus“, sagt er. So gibt es den bereits renovierten Raum „Hamburg“, der von Vereinen genutzt werden kann. Der Raum „Tangstedt“ soll eine Sky-Lounge werden, in der Fußballspiele live übertragen werden. Dazu ist eine Terrasse mit Wintergarten geplant.

Seitdem die Wilstedter Mühle vor sieben Jahren abgerissen wurde, haben die Einwohner in dem Ortsteil keine Gelegenheit mehr, in der Nachbarschaft abends Essen zu gehen. Erst Peter Larsson, FDP-Gemeindevertreter, kam im vergangenen Herbst die Idee, Rio Grande in den Ort zu holen. Laut Jank sei dieses nicht als Konkurrenz zur Tangstedter Mühle zu sehen. „Die Betreiber waren immer informiert. Es sind unterschiedliche Konzepte.“