Norderstedt
Tangstedt

FDP fordert ein Halteverbot auf Dorfring

An der Hauptstraße lehnte der Kreis Stormarn ein beidseitiges Halteverbot vor der Sparkasse ab

An der Hauptstraße lehnte der Kreis Stormarn ein beidseitiges Halteverbot vor der Sparkasse ab

Foto: Christopher Herbst / HA

Auf einem Teilstück der Straße im Ortsteil Wilstedt sorgen geparkte Autos für Stau. Liberale wollen das ändern. Sitzung am Mittwoch.

Tangstedt.  Am Mittwoch, 14. September (19.30 Uhr, Rathaus, Dachgeschoss), trifft sich Tangstedts Bauausschuss zur ersten Sitzung nach der Sommerpause. Auf der Tagesordnung ist sofort eines der größten Streitthemen in der Gemeinde: der Dorfring. Die FDP beantragt ein beidseitiges Halteverbot zwischen der Tangstedter Straße und der Harksheider Straße. Ähnliches hatte der Kreis Stormarn indes im Ortsteil Tangstedt – dort vor der Sparkasse – schon einmal abgelehnt.

Grund für die FDP-Initiative ist, dass dort mittlerweile regelmäßig Autos auf der Fahrbahn geparkt werden – und zwar auf der gegenüberliegenden Straßenseite des Dorfteichs. Hier waren mehrere neue Wohnhäuser gebaut worden. Zu den Zeiten, wenn vermehrt der Berufsverkehr durch Wilstedt rollt, kommt es deswegen immer wieder zu Staus. Diese würden laut FDP teilweise sogar bis zum Rövkamp reichen.

Grundsätzlich gilt der Dorfring als willkommene Abkürzung zwischen Henstedt-Ulzburg und der Bundesstraße 432, daran hat auch die Baustelle weiter nördlich in Nahe nichts geändert. In der Regel kommen die Fahrzeuge aus dem Kringelweg, biegen dann links in den Dorfring ab. Die SPD will nun zumindest den Verkehr aus Richtung der Wakendorfer Straße einbremsen und beantragt, die nördliche Zufahrt zum Dorfring zu sperren – zum Beispiel mit Beton-Blumenkübeln. Dann könnte nur noch hinter dem Ehrenmal abgebogen werden, zudem würde die Einfahrtsgeschwindigkeit reduziert.

Bis die eigentlich schon beschlossene Erneuerung des Dorfring-Teilstücks zwischen Kringelweg und Henstedter Weg realisiert wird, dürfte es bis 2017 dauern. Nach bisherigen Schätzungen soll dieses Vorhaben 603.000 Euro kosten, mehr als ein Drittel würde durch Anliegerbeiträge finanziert. Der Kringelweg soll nun aber ebenso in die Planung integriert werden, was eine weitere Verzögerung nach sich zieht. Wie mehrfach berichtet, sind die Anwohner mit der jetzigen Situation sehr unzufrieden. Der Dorfring ist ein Schleichweg selbst für Lkw, die Fahrbahn in einem schlechten Zustand, zum Verkehr kommt auch noch teilweise erhöhte Geschwindigkeit. Ein weitergehendes Konzept, also inklusive verkehrsberuhigender Maßnahmen, gibt es bislang nicht.