Norderstedt
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Sarah will endlich in die Schule gehen

Sarah Dudacy (6) aus Norderstedt kommt demnächst in die Schule

Sarah Dudacy (6) aus Norderstedt kommt demnächst in die Schule

Foto: Maren Langenbach / HA

Sarah Dudacy (6) wird bald eingeschult. Wie sie und ihre Eltern sich darauf vorbereiten, darüber berichten wir in den nächsten Wochen.

Norderstedt.  „Guck mal, Mama, wie hoch ich schon bin!“ Miriam Dudacy lächelt, winkt ihrer Tochter Sarah zu, die indes die Kletterwand noch ein wenig weiter erklimmt. „Ja, hier kennt Sarah sich schon gut aus. Und bald wird sie hier ja auch täglich sein“, sagt die 40-Jährige. Wir sind auf dem Schulhof der Grundschule Harksheide Nord, von dem Sarah anscheinend schon jetzt jeden Winkel kennt. In knapp zwei Wochen, am Mittwoch, 7. September, wird das Mädchen mit den langen Haaren und der lila-rosafarbenen Brille auf der Nase eingeschult. Ihr großer Bruder Jamie geht in dieselbe Schule und kommt in die dritte Klasse.

„Durch Jamie kenn ich die Schule ja schon. Papa, Mama und ich sind immer mit ihm hier, wenn es in der Schule ein Fest gibt oder so“, erzählt Sarah, während sie auf den blauen Kletterseilen balanciert, in den Sand darunter springt und weiter zu der Steinskulptur läuft, die ebenfalls den Schulhof schmückt. „Und mit der Kita haben wir die Schule auch schon besucht.“

Die Sechsjährige freut sich auf die Schule, besonders aufs Rechnen, das sie zu Hause oft übt. Nicht mehr lange, dann beginnt für Sarah und ihre Mitschüler das, was viele als den Ernst des Lebens bezeichnen. Sarah allerdings nimmt das Thema Schule recht locker.

Ihren Namen kann Sarah schon schreiben

Von ihrer Kita, die direkt gegenüber der Lehranstalt liegt, hat sie sich bereits verabschiedet. „Zum Abschied haben mir die Erzieher das hier geschenkt, mit einem Einhorn darauf, sieh mal“, sagt sie, als wir bei ihr zu Hause ankommen, und zeigt dann ihre rosafarbene Schultüte, die einer der Pädagogen für sie gebastelt hat. „Eine echte bekomme ich auch noch, die bastelt dann Mama. Die darf ich aber noch nicht sehen“, weiß die Norderstedterin.

Den Ranzen – auch in Rosa – und die Kleidung für die Einschulungsfeier hat Sarah schon. „Meinen Namen kann ich auch schon schreiben. Für das Schreiben hatte ich auch noch ein Training in meiner Schule“, betont die Sechsjährige und schreibt dann ihren Vornamen auf ein Blatt Papier. Mit der linken Hand. „Als Linkshänderin ist es wichtig, die richtige Stifthaltung beim Schreiben zu lernen, damit die Hand nicht verkrampft oder man das Geschriebene wieder verwischt“, sagt Miriam Dudacy, die selber mit der linken Hand schreibt. Sarah lernte beim Linkshändertraining, das über mehrere Nachmittage stattfand, die richtige Haltung von Stift und Blatt sowie Schwung- und Fingerübungen zur Schulung der Feinmotorik. „Jetzt kann ich den Stift schon richtig halten, auf das Schreiben lernen freue ich mich auch“, platzt es aus Sarah heraus, bevor sie ab in ihren Garten düst. Lieber noch eine Runde schaukeln und spielen. Von der Schule hat sie für heute genug erzählt – noch sind ja Ferien.