Norderstedt
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Klaus Haase entdeckt eine neue Mal-Technik

Klaus Haase will die Treppen-Galerie des Wilhelm-Busch-Hotels auch für andere Maler öffnen

Klaus Haase will die Treppen-Galerie des Wilhelm-Busch-Hotels auch für andere Maler öffnen

Foto: Heike Linde-Lembke

Der Künstler zeigt malerische Vanitas-Gebilde in einer Ausstellung im Wilhelm-Busch-Hotel, die vom Prozess der Vergänglichkeit erzählen.

Norderstedt.  Klaus Haase hat eine neue Technik ausgetüftelt. Als der Maler seine Rakel, mit denen er überschüssige Farbe von Bildern entfernt, auf Papier abstreifte, entdeckte er inter­essante Motive. „Ich habe mit dem Abwischen wieder ein neues Bild gedruckt“, sagt er. Er probierte diese Technik mehrfach aus, suchte sich die aussagestärksten Abdrucke heraus und verband sie zu neuen Motiven.

Das Ganze nennt er Stamps oder Stempel, die er mit 35 großformatigen Acryl-Bildern und Exponaten in einer weiteren für ihn neuen Technik, dem „Malen“ mit verrostetem Metall, in einer Ausstellung in der Treppen-Galerie des Wilhelm-Busch-Hotels zeigt.

„Das ist harte Arbeit“, sagt Haase. Erst lässt er Leichtmetall-Platten im Garten verrosten. „Dabei setzen Blätter, Gräser, Regen und Sand markante Spuren“, beobachtet Haase. Dann drischt er mit einer Axt auf die Platten ein, fügt ihnen Narben zu, die er mit Krampen wieder zusammen nietet. Der Effekt: Malerische Vanitas-Gebilde, die vom Prozess der Vergänglichkeit erzählen.

Seine großformatigen Acrylbilder überzeugen durch intuitive Farb- und Formgebung. Haase legt viele verschiedene Farbschichten auf Papier und Leinwand, zeichnet Spuren hinein, verwischt sie wieder, übermalt, ritzt, reduziert und redigiert, bis die Motive für ihn stimmig sind.

Aber Haase will mehr: „75 Prozent des Verkaufserlöses geht in die Edith und Klaus Haase Stiftung, mit der meine Frau und ich über die Organisation Plan International per Patenschaften Frauen und Mädchen in Entwicklungsländern Hilfe zur Selbsthilfe geben wollen.“

Außerdem will er die Treppen-Galerie des Wilhelm-Busch-Hotels auch für andere Maler öffnen. Wer dort ausstellen möchte, wendet sich per E-Mail an klaus.haase@wtnet.de.

Bilderschau Klaus Haase, Wilhelm-Busch-Hotel, Wilhelm-Busch-Platz/Segeberger Chaussee, zu sehen bis 30. September.