Norderstedt
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Alles wäre nichts, gäbe es die Liebe nicht

Das Vokal-Ensemble Sei Cento bringt Lobgesänge auf die Liebe

Das Vokal-Ensemble Sei Cento bringt Lobgesänge auf die Liebe

Foto: ULRICH WAGNER / Ulrich Wagner

Das Vokal-Ensemble Sei Cento lädt in zwei Konzerten mit Kompositionen über die Liebe zu einer Reise quer durch die Jahrhunderte ein.

Norderstedt.  „…den meine Seele liebet“ lautet das Motto, unter dem das Hamburger Vokal-Ensemble Sei Cento weltliche und geistliche Stücke aus vier Jahrhunderten für ihre zwei Konzerte in Norderstedt und Hamburg ausgewählt hat. In Norderstedt spielt das Ensemble am Sonnabend, 20. August, in der katholischen Kirche St. Hedwig.

Die Liebe hat viele Facetten. Der Komponist Heinrich Schütz beispielsweise lobpreist in seinem Werken die Liebe Gottes zu den Menschen und die der Menschen zu Gott. Sein Kollege Melchior Franck hingegen gestaltete in seinen Vertonungen des wunderbar romantischen und auch erotischen Hohelieds aus der Thora, dem Alten Testament, eine Melange geistlicher und weltlicher Sphären.

Das Hohelied, das auch Hoheslied Salomos genannt wird, ist ein Buch des Tanachs und zählt dort zu den fünf Megillot, den fünf Büchern Moses. Die Bezeichnung Hoheslied geht auf Martin Luthers Bibelübersetzung zurück, der das Buch „Das Hohelied Salomonis“ nannte. Die Texte faszinieren mit ihrer klaren Symbolik und besingen die Liebeslyrik der damaligen Zeit.

Nicht zuletzt hat gerade die Liebe zwischen den Menschen, auch die Liebe zwischen Eltern und Kindern, die Komponisten zu allen Zeiten fasziniert und inspiriert.

Die frische Verliebheit, die erfüllte Liebe, die dramatische, die nicht erwiderte und die erloschene Liebe wurden teils unverhohlen mit Musik beschrieben, teilweise aber auch mit Natur-Metaphorik verschlüsselt, beispielsweise Claudio Monteverdis Madrigale, ein Chanson von Claude Le Jeune, Gesänge von Johannes Brahms und Songs von Billy Joel.

Sei Cento ergänzt das Programm von mit einigen Liedern und Gesängen zur Nacht. Das Ensemble bilden die Sopranistinnen Heike Fischer und Oksana Lubova, Altistin Heinke Heesch, die Tenöre Stefan Lerche und Ulrich Wagner und Bass Helge Gößling.

In der St.-Hedwig-Kirche am Falkenkamp 2 in Norderstedt gibt Sei Cento das Konzert am Sonnabend, 20. August, 18 Uhr. Das zweite Konzert findet am Sonntag, 21. August, 18 Uhr, in der Jubilate-Kirche an der Merkenstraße 4 in Hamburg statt. Der Eintritt ist jeweils frei, um Spenden wird gebeten.