Norderstedt
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Schule mit Langzeitprojekten erfolgreich

Die Schüler der Netzwerk AG und des Fair-Trade-Projektes freuen sich über die Auszeichnung

Die Schüler der Netzwerk AG und des Fair-Trade-Projektes freuen sich über die Auszeichnung

Foto: Burkhard Fuchs / HA

Gymnasium Harksheide ist zum zehnten Mal in Folge vom Land zur Zukunftsschule erklärt worden. Auch wegen des Engagements der Schüler.

Norderstedt.  Zum zehnten Mal in Folge ist das Gymnasium Harksheide vom Bildungsministerium als Zukunftsschule ausgezeichnet worden. Erstmals hat die mit ihren fast 1000 Schülern größte Norderstedter Oberschule dabei sogar die höchste Kategorie mit dem Titel: „Wir setzen Impulse“ erhalten, freut sich die Mittelstufenleiterin Doris Jahncke, die das Projekt am Gymnasium betreut. Mit dieser Auszeichnung dürfen sich lediglich 31 von 244 Zukunftsschulen im Land schmücken.

Das Gymnasium hatte sich mit zwei Langzeitprojekten beworben, erläutert die Projektleiterin. Mit dem Fair-Trade-Projekt und der Netzwerk AG. Beim fairen Handel geht es darum, dass die Schüler der siebten und achten Klassen in den großen Pausen Snacks, Obst, Kaffee, Tee, Säfte, Schokolade sowie andere Getränke oder Süßwaren, die aus Entwicklungsländern stammen, an Mitschüler und Lehrer verkaufen, aber den dortigen Bauern, Händlern und Produzenten faire Löhne und Preise ermöglichen. Das garantieren der Weltladen in Norderstedt und die Einkaufsgemeinschaft Gepa aus Wuppertal, über die die Produkte an die Schule kommen. „Das Geld, das wir eingenommen haben, spenden wir immer einem Projekt in der Dritten Welt“, erklären die Schülerinnen Zarosa Adam, Marietta Rosinski, Tina Chegin und Daria Dobeslaw aus der 8a, die das Projekt zurzeit betreuen.

Die Netzwerk AG wiederum kümmert sich darum, dass die 100 Computer in der Schule richtig funktionieren und mit der neuesten Software ausgestattet sind, sagen Moritz Kirschte und Thies Gerke, die gerade ihr Abitur gemacht haben. Auch wenn der Beamer defekt sein sollte, Tastaturen ausgetauscht werden müssen oder ein Whiteboard nicht funktioniert, sind die schulinternen IT-Experten gefragt. „Wir treffen uns jeden Freitag nach der Schule und besprechen mit unserem Lehrer Florian Wilzek, welche Programme zu installieren oder welche Datenprobleme zu beheben sind“, sagt Gerke. Vorige Woche hatten sie die Netzwerker aller Norderstedter Schulen zu einer „Nacht der Informatik“ in die Schule eingeladen.

Schulleiterin Kristin Vorwerck ist begeistert von so viel Engagement ihrer Schüler und hofft, dass der Titel im nächsten Jahr erfolgreich verteidigt werden kann. Dann will sich das Gymnasium mit dem Courage-Projekt, das sich mit der Integration von Flüchtlingen beschäftigt, und dem Schülerpaten-System, bei dem sich ältere Schüler um die Neulinge kümmern, um den Zukunftspreis bewerben.