Norderstedt
Norderstedt/Kreis Pinneberg

Volksbank schüttet fünf Prozent Dividende aus

Foto: Burkhard Fuchs

87.000 Kunden können sich freuen: Volksbank macht gute Geschäfte. Die Bank wird keine Strafzinsen für Sparguthaben abverlangen.

Norderstedt/Kreis Pinneberg.  Die Volksbank Pinneberg/Elmshorn, die auch in Norderstedt mit Filialen vertreten ist, macht weiterhin gute Geschäfte, was zum Wohle der rund 87.000 Kunden und die 43.000 Mitglieder sei, sagt Bankensprecher Nils Gehrmann. So könnten sich die Genossenschaftsmitglieder auf eine Ausschüttung von 1,1 Millionen Euro freuen, was einer Dividende von fünf Prozent ihres eingesetzten Kapitals entspreche. Aufgrund dieses guten Ergebnisses von 8,3 Millionen Euro Überschuss aus der Geschäftstätigkeit und 1,5 Millionen Euro Bilanzgewinn dürften die Kunden beruhigt sein, dass die größte Genossenschaftsbank in der Region trotz der Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank ihnen keine Strafzinsen für Sparguthaben abverlangen werde, versichert Gehrmann.

„Sonst besteht die Gefahr, dass Kunden ihre Einlagen abziehen und womöglich in den eigenen vier Wänden aufbewahren“, warnt Gehrmann. Das würde der volkswirtschaftlichen Aufgabe der Kreditinstitute komplett widersprechen, das Geld der Bürger sicher aufzubewahren. Allerdings wolle der Vorstand nicht ausschließen, dass Großanleger wie Versicherungen, Pensionskassen und große Firmen, die ihre hohen Liquiditätsüberschüsse kurzfristig bei der Volksbank parkten, irgendwann Negativzinsen zahlen müssten.

Die Volksbank Pinneberg/Elmshorn, die in ihren 25 Geschäftsstellen 410 Mitarbeiter und 37 Auszubildende beschäftigt, konnte im zweiten Jahr nach ihrer Fusion die Bilanzsumme auf 1,9 Milliarden Euro um 100 Millionen Euro steigern. Die Kundeneinlagen erhöhten sich um sieben Prozent auf 1,5 Milliarden Euro, das Kreditgeschäft um acht Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. 2015 habe die Volksbank knapp 320 Millionen Euro neue Kredite zugesagt, wobei das Baufinanzierungsgeschäft mit 1066 Neuabschlüssen ein Wachstumsfaktor gewesen sei.

Die Eigenkapitalquote mit etwa 15 Prozent erfülle bereits heute jene von der EU bis 2019 geforderten 13 Prozent nach den Basel-III-Anforderungen, sagten die Vorstände Horst Alsmöller, Stefan Witt und Uwe Augustin während der Vertreterversammlung.