Norderstedt
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Spiritus ist beim Grillen höchst gefährlich

Anneliese Stapelfeldt (li.) und Adelheid Gottwald warnen vor Spiritus

Anneliese Stapelfeldt (li.) und Adelheid Gottwald warnen vor Spiritus

Foto: Heike Linde-Lembke

Paulinchen, Initiative für brandverletzte Kinder, warnt vor dem Grillen mit Brandbeschleunigern und gibt Tipps fürs sichere Grillen.

Norderstedt.  Mehr als 30 Grad Wärme soll das Wochenende bringen. Und damit Grillwetter vom Feinsten. Offenes Feuer ist zwar verlockend, aber auch gefährlich, vor allem für Kinder, denn gerade sie können die Gefahren nicht einschätzen. Schnell ist die Haut schon durch die Hitze verbrannt.

Paulinchen, Initiative für brandverletzte Kinder, warnt vor Brandbeschleunigern. „Hände weg vom Spiritus“, sagt Anneliese Stapelfeldt. Die Norderstedterin ist zweite Vorsitzende der bundesweit agierenden Initiative Paulinchen.

„Jedes Jahr ereignen sich in Deutschland etwa 4000 Grillunfälle, vor allem durch Spiritus mit gefährlichen Verpuffungen, hohen Flammenwänden und Rückzündungen, 400 Unfälle enden mit schwersten Brandverletzungen“, sagt Adelheid Gottwald, erste Vorsitzende.

Besonders tragisch sind die Unfälle für Kinder, die auf Augenhöhe mit dem Grill stehen und meist frontal im Gesicht und am Oberkörper verbrannt werden.

Tipps fürs sicheres Grillen: Der Grill sollte kippsicher im Windschatten stehen. Zum Anzünden feste Grillanzünder aus dem Fachhandel, Eierkartons oder elektrische Anzünder verwenden. Kinder vom Grill fernhalten. Brennendes Fett nur durch Abdecken löschen. Erste Hilfe: Die verbrannten Stellen sofort für zehn bis 15 Minuten mit Wasser, nicht kälter als 20 Grad, kühlen, sofort zum Arzt gehen.