Norderstedt
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Christdemokraten kritisieren Lärmminderung

Lärmminderung, aber richtig – so betitelt die Norderstedter CDU ihre Kritik am Lärmminderungsplan für die Stadt

Lärmminderung, aber richtig – so betitelt die Norderstedter CDU ihre Kritik am Lärmminderungsplan für die Stadt

Foto: Marcus Führer / dpa

Viele Maßnahmen des Lärmaktionsplans seien nicht vollständig umgesetzt worden. CDU fordert jetzt konkret messbare Ziele.

Norderstedt.  Lärmminderung, aber richtig – so betitelt die Norderstedter CDU ihre Kritik am Lärmminderungsplan für die Stadt. „Wir alle wollen, dass es in Norderstedt leiser wird. Es bleibt die Frage, wie wir das erreichen. Der Lärmaktionsplan jedenfalls hat die in ihn gesetzten Hoffnungen auf eine leisere Stadt bisher nicht erfüllt“, sagt Peter Holle, verkehrspolitischer Sprecher der CDU und stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung und Verkehr, mit Blick auf die heutige Sitzung der Stadtvertretung, in der die Maßnahmen bis zum Jahr 2018 fortgeschrieben werden sollen (ab 19 Uhr im Rathaus).

Seit 2008 werde den Politikern der Plan als probates Mittel dargestellt. Doch passiert sei bisher wenig. Von 32 Seiten Maßnahmen seien alleine 21 Seiten nicht umgesetzte Maßnahmen der Jahre 2008–2013. „Wir werden von der Verwaltung auf 186 Seiten mit Zahlen gefüttert, die auf Schätzungen, Vermutungen und Annahmen beruhen. Warum wird nicht etwas forscher vorgegangen und zum Beispiel abseits der Hauptverkehrsadern ein generelles Tempolimit von 30 km/h eingeführt?“, fragt Holle. Er fordert, dass die Stadt dem Verkehrsentwicklungsplan folgen und die Ortsumgehung Garstedt bauen soll. Dadurch sinke die Verkehrsbelastung im Stadtteil um 40 bis 50 Prozent. 40 bis 50 Prozent weniger Verkehr bedeuteten auch 40 bis 50 Prozent weniger Lärm.

„Wir werden in der Stadtvertretung nicht gegen den Lärmaktionsplan stimmen und wissen durchaus auch die Arbeit, die dahinter steckt, zu schätzen. Aber wir fordern weitergehendere, konkret messbare Ziele“, sagt Holle. Nach Maßgabe der vier großen „V“ aus der Lärmminderungsplanung Vermeiden, Verlagern, Verlangsamen und Verstetigen will die CDU noch in diesem Jahr solche Ziele vorstellen, damit Lärmminderung nicht nur auf dem Papier stehe, sondern tatsächlich erlebbar wird.