Norderstedt
Bad Segeberg

Der Einzug in Levo-Park verschiebt sich

In den Levo-Park in Bad Segeberg werden zum 1. Juni noch keine Flüchtlinge einziehen

In den Levo-Park in Bad Segeberg werden zum 1. Juni noch keine Flüchtlinge einziehen

Foto: Helge Buttkereit

Die 1500 Flüchtlinge aus Hamburg sollten zum 1. Juni kommen. Doch der Termin ist nicht zu halten und wird sich um Wochen verzögern.

Bad Segeberg.  „Wir gehen davon aus, dass der Betrieb am 1. Juni steht.“ Das sagte Schleswig-Holsteins Innenminister Stefan Studt (SPD) Anfang März, als er auf den Levo-Park angesprochen wurde. Mittlerweile zeichnet sich ab: Dieser Termin kann nicht gehalten werden. In der ehemaligen Bundeswehrkaserne am Rande von Bad Segeberg soll ein Containerdorf bis zu 1500 Flüchtlinge aufnehmen. Dabei handelt es sich ausnahmslos um Personen, die gemäß des bundesweiten Verteilungsschlüssels in der Hansestadt Hamburg untergebracht wurden. Weil der Senat dort den innerstädtischen Druck reduzieren möchte, zudem provisorische Asylquartiere möglichst auflösen will, kam es zu einem Deal mit Schleswig-Holstein. In dem Flächenland sind in vielen bestehenden Erstaufnahmeeinrichtungen Tausende von Plätzen nicht belegt, erste Standorte wurden bereits wieder stillgelegt. Dazu ergab sich für die Regierung die Möglichkeit, einen Teil des Levo-Parks zunächst für fünf Jahre nutzen zu können. Die Finanzierung hierfür und für die Einrichtung der nötigen Infrastruktur soll Hamburg übernehmen.

Während Schleswig-Holstein die Vereinbarung unterzeichnet hat, läuft in Hamburg noch die Ressortabstimmung, ehe letztlich die Senatssitzung formal zustimmen muss. „Der 1. Juni ist nicht zu schaffen, es wird sich um wenige Wochen verzögern. Die Verhandlungen sind auf der Zielgerade“, sagte Frank Reschreiter, Sprecher der Innenbehörde.

Dass die Flüchtlingszahlen generell sinken, habe keine Auswirkungen auf das Vorhaben. „Wir haben leerstehende Baumärkte, in denen Flüchtlinge untergebracht sind, das ist kein Standard, den man sich wünscht. Wir wollen die Menschen aus den Baumärkten herausholen, dafür ist Bad Segeberg da.“ Aktuell leben rund 1500 Flüchtlinge in Baumärkten, rund 2350 in Hallen und rund 200 in Zelten. Klar ist aber auch: Niemand soll länger als sechs Monate im Levo-Park bleiben, und wer ein Bleiberecht erhält, kommt zurück nach Hamburg, wird also nicht auf eine der Kommunen im Kreis Segeberg umverteilt.