Norderstedt
Kreis Segeberg

So schön war das Wochenende in der Region

Zehntausende waren bei sommerlichen Temperaturen im Kreis unterwegs und besuchten Messen und Konzerte, Feste und Kulturevents.

Kreis Segeberg.  Es wurde gefeiert, gekauft und gekämpft – die Menschen in den Städten und Dörfern der Region haben ein sonniges Wochenende mit Festen, Konzerten und viel Spektakel erlebt. Hier eine Auswahl der größten Veranstaltungen:

Kaum war die Messe „Trends“ eröffnet, waren die Parkplätze auch schon voll belegt. Etwa 15.000 Menschen haben sich am Wochenende im Norderstedter Stadtpark Wohn- und Deko-Ideen angesehen. Die 170 Aussteller hatten ein buntes Angebot aufgefahren – von Schmiedekunst für den Garten über selbst gemachte Hüte bis zu Fassadendämmung und edlen Automodellen. „Wir sind sehr zufrieden“, sagt Uschi Bornhöft aus Hamburg-Vierlande, die mit ihren Kollegen bunte Keramikfiguren für den Garten verkauft. „Das läuft klasse hier; es ist ungewöhnlich voll.“ Auch Veranstalter Oliver Hau­schildt ist begeistert: „Bei traumhaftem Wetter waren wir an beiden Tagen sehr gut besucht.“

Cro begrüßt seine Fans mit einem „Moin! Moin!“

Die Maske? Sitzt. Die Sonne? Scheint. Die Stimmung? Bestens. Gute Zutaten für weitere gelungene Open-Air-Konzerte in der Segeberger Kalkbergarena. Gleich zweimal stand am Wochenende die Bühne im Zeichen des Pandas. Cro gelang bei seinen Konzerten, was am Pfingstwochenende weder Mark Forster mit Namika noch Unheilig einmal geschafft hatten: Er sorgte für eine ausverkaufte Arena. 20.000 Menschen jubelten dem 25-Jährigen zu, der sein Gesicht konsequent unter einer Panda-Maske versteckt, um sich unerkannt in der Öffentlichkeit bewegen zu können, wie er sagt. Könnte auch sein, dass die Maskerade den Kultstatus noch weiter erhöht. Oder Cro ist schlicht sonderbar.

„Moin! Moin!“ rief der Panda zur Begrüßung, und das Stadion jubelte, tanzte, feierte. Die Texte saßen – nicht nur auf der Bühne, sondern auch bei den Zuschauern. Die Mischung stimmte beim Musikmix des Künstlers, der sich nicht zwischen Rap und Pop entscheiden wollte und lieber den eigenen Stil-Cocktail Raop zelebriert. Auf der aktuellen Tour sogar in der Unplugged-Version für den Musiksender MTV, der diese Ehre bislang Pop-Titanen Paul McCartney, Eric Clapton und, als erstem Deutschen, Herbert Grönemeyer zuteil werden ließ. Ein Rapper, oder besser Raoper ohne elektronische Ins­trumente, dafür mit Orchester auf einer Bühne mit drei Etagen – in Bad Segeberg hat es funktioniert, auch wenn die Streicher akustisch untergingen. Zweieinhalb Stunden sang, rappte und hopste der Maskenmann über die Bühne und hatte den Kalkberg komplett im Griff. Selbst in der letzten Reihe waren noch alle Arme oben. Und Cro zelebrierte den Hit: „Es ist ein unglaublich schöner Tag.“ Recht hat er.

Beim Stadtfest steht Ochse auf der Speisekarte

Würstchen braten kann auf einem Volksfest fast jeder. Aber einen Ochsen? Im Stück oder nur die 80 Kilo schwere Keule? Silvio Böse von der Kisdorfer Firma Selle kann das. Er tourt über Volksfeste und grillt massige Vierbeiner – ein Anblick, der Genießer deftiger Fleischportionen das Wasser in den Mund laufen lässt und manchem Vegetarier die Tränen in die Augen treibt.

Ochsen (und was davon noch übrig ist) zählten am Wochenende zu den Attraktionen beim 22. Kaltenkirchener Stadtfest, das erstmals unter einem Motto stand. „Rund um den Ochsen“ hieß es in der Stadt, die damit an den historischen Ochsenweg erinnerte, der durch Kaltenkirchen verlief. Außer Gegrilltem standen Spaß und Freude auf dem Programm. Tausende amüsierten sich bis zum späten Abend mit den Bands, die auf zwei Bühnen spielten. Wer nicht tanzen wollte, ging jubeln: Im Festzelt wurde das Endspiel um den DFB-Pokal zwischen Bayern München und Borussia Dortmund übertragen.

Schlacht von Suentana im Erlebniswald

Es war das dritte Mal, dass sich gut 500 Akteure des Projektes „Eisenwald“ zur „Schlacht bei Suentana“ im Erlebniswald Trappenkamp versammelt hatten und den Besuchern regionale Geschichte zum Anfassen und Erleben präsentierten. Bei sonnigem Ausflugswetter waren so viele Besucher gekommen wie nie zuvor.

Nicht nur das große Hauen und Stechen interessierte kleine und große Gäste, die einen Blick in das Lagerleben werfen konnten. Dabei präsentierten sich die Mittelalter-Fans in ihrer ganzen Vielfalt und zeigten ihre Zelte, in denen sie am Wochenende leben und arbeiten.

Für die Kinder gab es viele Mitmachaktionen und Spielmöglichkeiten. Wissenswertes über die geschichtliche Vergangenheit der ganzen Region gab am Kampfplatz Gerald Bunz in Mönchskutte an die Besucher weiter. Er erzählte, warum sich Sachsen und Slawen nicht leiden konnten und wie es zum Grenzstreifen „Limes Saxoniae“ kam. Der mehrere Kilometer breite bewaldete Grenzstreifen trug im Volksmund den Namen „Eisenwald“.

Bei der nachgestellten Schlacht von Suentana standen sich etwa 160 Kämpfer und 20 Statisten als Slawen und Sachsen gegenüber, die zuerst mit Bogenschützen, im weiteren Verlauf mit Lanzen und später mit Fäusten und kurzen Schlaggeräten aufeinander losgingen. Für ihren Auftritt hatten sich die Akteure nicht nur historische Gewänder angezogen, sondern auch ihr Schuhwerk entsprach der damaligen Zeit: Viele von ihnen kämpften barfuß.

KuKuHU noch besser besucht als in den Vorjahren

Das Wetter war durchweg gut, die Stimmung bei den Besuchern der achten Kunst- und Kulturwoche (KuKuHU) an allen Tagen bestens. So wunderte es auch nicht, dass Henstedt-Ulzburgs erste stellvertretende Bürgervorsteherin Verena Grützbach bei ihrer Abschlussrede am Sonntagabend in der Kulturkate ein erfreuliches Fazit zog: „Selten in den vergangenen Jahren habe ich so viele fröhliche und entspannte Gesichter gesehen.“

Die WHU-Politikerin hielt bei der Kunstwoche als Vertreterin von Bürgervorsteher Uwe Schmidt nicht nur Reden. Sie bewies auch, dass sie afrikanisch trommeln kann. Auf Hof Hörnerkamp in Henstedt stellte sie das am Sonnabend als Mitglied der Gruppe SlaBaTo unter Beweis.

Während der Kunstwoche hatte Verena Grützbach viele Schauplätze besucht: „Die Besucher waren durchweg begeistert.“ Diese Meinung vertrat auch KuKuHU-Sprecherin Ingrid Wacker: „Wir sind rundum zufrieden. Nahezu jede Veranstaltung war besser besucht als in den vergangenen Jahren. Das ist für uns Bestätigung für geleistete gute Arbeit und Ansporn im Hinblick auf die nächste Kunst- und Kulturwoche zugleich.“