Norderstedt
Großbrand

Autowerkstatt in Norderstedt niedergebrannt

Flammen schlagen aus dem Dach und aus den Fenstern. Die Halle wurde komplett zerstört

Flammen schlagen aus dem Dach und aus den Fenstern. Die Halle wurde komplett zerstört

Foto: Dominick Waldeck

60 Feuerwehrleute kämpfen in der Nacht zu Freitag gegen Großbrand am Lemsahler Weg und schützen Gefahrgutlager mit einer Wasserwand.

Norderstedt.  Ein Großfeuer hat in der Nacht zu Freitag eine Autowerkstatt in Norderstedt zerstört. Die Brandursache ist noch unklar. Die Kriminalpolizei geht von einem Schaden in Höhe von 200.000 Euro aus. Die Feuerwehr war mit 60 Einsatzkräften ausgerückt.

Als die Feuerwehr Glashütte gegen 2.15 Uhr alarmiert wurde, war zunächst von einem brennenden Schuppen die Rede. Als die Feuerwehr am Lemsahler Weg eintraf, quoll Rauch aus einer 150 Quadratmeter großen Halle. Wenig später stand explosionsartig das Dach in Flammen, Fenster zerbarsten.

„In dem Moment stand die Halle vollständig in Brand“, berichtet Wehrführer Fabian Wachtel, der zur Unterstützung die Feuerwehr aus dem Stadtteil Harksheide anforderte. Größte Herausforderung für die Feuerwehren war, benachbarte Einrichtungen mit einer Wasserwand zu schützen. Auf der einen Seite der Werkstatt steht eine Druckerei mit einem Papierlager, auf der anderen das Außenlager für Gefahrgüter der Firma Schülke und Mayr.

Den Feuerwehrleuten gelang es, ein Übergreifen der Flammen zu verhindern. Die Werkstatt war jedoch nicht retten. Flammen und Hitze richteten so große Schäden an, dass Dach und Wände einstürzten. „Das ist ein Totalschaden“, sagt Wachtel, der fünf Stunden mit seinem Kameraden gegen den Brand kämpfte. Die Feuerwehren pumpten 80.000 Liter Wasser in die Flammen.

Die Kriminalpolizei Norderstedt hat die Ermittlungen übernommen und bittet um Zeugenhinweise unter Telefon 040/52 80 60. „Möglicherweise haben Anwohner oder Passanten vor dem Brandausbruch verdächtige Beobachtungen im Umkreis der ausgebrannten Lagerhalle gemacht“, sagte ein Polizeisprecher.