Norderstedt

Unfälle durch Senioren: Gefahr durch Ältere wächst

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Michael Schick

Foto: picture-alliance

Aktuelle Verkehrstatistik zeigt: Unfälle durch Senioren nehmen zu. Seniorenbeirat informiert im Rathaus zur Verkehrssicherheit.

Unfälle durch Senioren nehmen zu. Sind Männer oder Frauen über 65 beteiligt, sind sie oft auch die Verursacher. Das ergibt sich aus den aktuellen Verkehrstatistiken. der Polizei. Daher fordern Unfallforscher regelmäßige Tests für ältere Autofahrer. „Die Frage ist aber, ob die nackten Zahlen der Unfallstatistik ein realistisches Bild zeichnen. Denn es nehmen ja auch immer mehr Senioren am Straßenverkehr teil“, sagt Jürgen Peters vom Arbeitskreis Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr im Seniorenbeirat Norderstedt, der unter dem Motto „Sicherheit im Straßenverkehr für alle“ für den morgigen Mittwoch zu einem Infonachmittags einlädt. Ab 14 Uhr wird der Verkehrsexperte der Norderstedter Polizei, Kai Hädicke-Schories, im Plenarsaal des Rathauses auch auf die Frage der Fahrtüchtigkeit älterer Menschen eingehen. Damit setzt der Seniorenbeirat seine Themenreihe „Mobilität im Alter“ fort.

„Die Veranstaltung richtet sich aber nicht nur an Senioren, wir würden uns auch sehr freuen, wenn auch die jüngeren Bürger und Jugendliche teilnehmen“, sagt Peters. Das Miteinander zwischen Fußgängern, Radfahrern und Autofahrern sei ein Thema, das über die Generationen hinwegreicht und Norderstedter jeden Alters angehe.

Gerade die Frage, wie Radler und Autofahrer sich die Straße teilen und mehr Rücksicht aufeinander nehmen, ist aktuell. Noch immer trauen sich nur wenige Radfahrer im Bereich des Meilensteins auf die Ulzburger Straße neben die Autos. Wie sicher ist dieses neue gestaltete Teilstück, und wie sicher ist der Ochsenzoll-Kreisel? Wie wird die Zukunft der Radwege in Norderstedt aussehen? Wie sicher wird es für den Radfahrer sein, wenn die Radwege auf die Straße verlegt werden? Das sind Fragen, auf die der Referent Antworten geben wird.

„Erläutern wird er auch den Verkehrsreport 2015, der gerade fertiggestellt worden ist und den Ochsenzoll-Kreisel als den größten Unfallschwerpunkt in der Stadt definiert“, sagt Peters, der als Sprecher des Arbeitskreises Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr im Seniorenbeirat an den Sitzungen des Fachausschusses teilnimmt, viele Informationen bekommt und so auf dem aktuellen Stand ist. 42-mal hat es im vorigen Jahr am Kreisverkehr gekracht, so oft wie nie zuvor. Insgesamt ist die Zahl der Unfälle aber zurück gegangen.

Die Besucher haben die Möglichkeit, Fragen an Kai Hädicke-Schories zu stellen. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung nicht nötig.

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