Norderstedt
Henstedt-Ulzburg

BfB will Kindergärten statt Westumgehung

Wenn es nach der BfB geht, sollte Henstedt-Ulzburg in den sozialen Bereich investieren, zum Beispiel in Kindergärten (Symbolbild)

Wenn es nach der BfB geht, sollte Henstedt-Ulzburg in den sozialen Bereich investieren, zum Beispiel in Kindergärten (Symbolbild)

Foto: Monika Skolimowska / dpa

Die Wählergemeinschaft BfB in Henstedt-Ulzburg will das Geld für eine Verkehrsstudie lieber im sozialen Bereich investieren.

Henstedt-Ulzburg.  Die Wählergemeinschaft Bürger für Bürger (BfB) in Henstedt-Ulzburg möchte lieber Geld für Kindergärten und Schulen ausgeben, nicht aber für eine Machbarkeitsstudie für eine westliche Umgehungsstraße.

Auf der jüngsten Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses hatte die BfB mit den Stimmen von SPD und der Wählergemeinschaft Henstedt-Ulzburg (WHU) die Ausgabe in Höhe von 135.000 Euro für die Kosten einer Machbarkeitsstudie abgelehnt.

BfB-Sprecherin Doris Dosdahl weist darauf hin, dass im Verkehrsstrukturkonzept auf der Hamburger Straße nur wenig Durchgangsverkehr registriert wurde. Hauptsächlich handele es sich bei den Fahrzeugen um innerörtlichen Quell- und Zielverkehr. „Das bedeutet, dass sich der Bau einer Umgehungsstraße nicht stark verkehrsmindernd auswirkt“, betont Dosdahl.

Umgehungsstraße würde etwa 50 Millionen Euro kosten

Zudem sei die BfB der Ansicht, dass der Bau einer Umgehungsstraße mit geschätzten Kosten von 50 Millionen Euro zurzeit illusorisch ist. „Bund und Land werden schwerlich parallel zur gerade ausgebauten Autobahn 7 eine Umgehungsstraße finanziell fördern“, sagt die BfB-Sprecherin. Und die Gemeinde allein werde die Kosten nicht aufbringen können.

Sie weist darauf hin, dass längere Grünphasen auf der Hamburger Straße seit Ende 2014 auf Betreiben von BfB-Gemeindevertreter Jens Iversen erreicht wurden, die jetzt schon eine Entlastung bringen. Und auch die von vielen prognostizierten Staus wegen des sechsspurigen Ausbaus der A 7 auf der Hamburger Straße sei bisher nicht eingetreten. Denkbar sei zudem, dass nach der Fertigstellung der Ausbaumaßnahme weniger Verkehr durch Henstedt-Ulzburg fließen werde.